Umfrage unter Verbänden zeigt Trends in der Online-Kommunikation auf
Aus der Umfrage "Federation Communication Survey 2004" von EURACTIV geht hervor, dass Online-Kommunikation, nicht zuletzt aufgrund begrenzter Kommunikationsbudgets, eine der obersten Prioritäten von Verbänden werden dürfte.
Aus der Umfrage „Federation Communication Survey
2004“ von EURACTIV geht hervor, dass
Online-Kommunikation, nicht zuletzt aufgrund begrenzter
Kommunikationsbudgets, eine der obersten
Prioritäten von Verbänden werden
dürfte.
75 Prozent der im Rahmen der Verbändeumfrage 2004
Befragten sind Vertreter kleiner, fest etablierter
Wirtschaftsverbände, von denen viele vor der
Europäischen Einheitlichen Akte 1986 gegründet
wurden und mit Kommunikationsbudgets von weniger als
10.000 Euro auskommen müssen. Die meisten von ihnen
haben erklärt, sie würden bislang keine
Unternehmensberater anstellen und lediglich ein Drittel
nutzen derzeit Online-Dienste, um ihre Website bekannter
zu machen. Andererseits haben 15 Prozent
Kommunikationsbudgets von über 100.000 Euro.
Weniger als die Hälfte der Befragten (44 Prozent)
gehen davon aus, dass sie künftig mehr Mitarbeiter
für Kommunikationsaufgaben anstellen werden. Einer
der Befragten erläuterte, „kleine Verbände
haben für die Bereiche Public Affairs, Public
Relations und Kommunikation keine verschiedenen
Mitarbeiter […] All diese verschiedenen
Funktionen sind miteinander kombiniert“. Die
meisten anderen Verbände (55 Prozent) erwarten keine
Veränderungen hinsichtlich ihres
Mitarbeiterstabs.
60 Prozent der Verbände nutzen bereits Intranet
und Extranet, was einen erheblichen Anstieg
gegenüber den Ergebnissen einer Untersuchung von
Justin Greenwood im Jahr 1996 darstellt. Damals nutzten
lediglich 30 Prozent überhaupt das Internet. Die
meisten Verbände haben bestätigt, dass sie
künftig internetbasierte Kommunikationsmittel
verstärkt nutzen wollen. Ein Grund dafür, dass
sie Online-Kommunikationsdienste mehr und mehr
beanspruchen wollen, besteht den Aussagen nach darin,
dass das Internet ein kosteneffizienteres Medium für
breit gefächerte Kommunikationsbedürfnisse
ist.
Einer der Befragten hat dies wie folgt
zusammengefasst: „Die Bedeutung von und der Bedarf
an Kommunikation in europäischen Verbänden wird
oft unterschätzt. Kommunikationsbudgets sollten
aufgestockt werden und, falls nötig, sollten auch
mehr Leute angestellt werden. Aber auch die
Methoden müssen verbessert werden, insbesondere
durch die Nutzung des Internet“.
EURACTIVs erfahrener Public Relations Manager Dan Luca
hat hierzu erklärt: „Aufgrund der
Komplexität institutioneller Mechanismen, wird
‚Branding‘ für sowohl kleinere als auch
größere Verbände zunehmend eine
Priorität“.
Der vollständige Bericht des „Federation
Communication Survey 2004“ von EURACTIV wird Anfang
2005 im Journal of Public Affairs veröffentlicht.
Eine Zusammenfassung wird den Befragten zur
Verfügung gestellt.
Die Umfrage wurde im Zeitraum 7.Juli bis 13.September
2004 durchgeführt und 550 europäische
Verbände wurden per Postsendung, Email und Telefon
über die Umfrage informiert. EURACTIV hat 109
beantwortete Fragebögen (die meisten
hiervon waren webbasierte Bögen von
CommunicateResearch Ltd.), erhalten. Die Umfrage wurde
mit Unterstützung von Kellen Europe (eine auf
Verbandsmanagement spezialisierte Beratungsfirma),
CommunicateResearch Ltd. und dem Journal of Public
Affairs durchgeführt.