Ungarn will aus russischer Bank aussteigen

Die ungarische Regierung will ihre Delegierten aus der von Russland kontrollierten Internationalen Investitionsbank (IIB) zurückzuziehen, nachdem die USA Sanktionen gegen die in Budapest ansässige Bank verhängt hatten.

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Am Mittwoch verhängten die USA Sanktionen gegen drei Spitzenbeamte der von Russland kontrollierten International Investment Bank in Budapest. [Piotr Swat/Shutterstock]

Die ungarische Regierung will ihre Delegierten aus der von Russland kontrollierten Internationalen Investitionsbank (IIB) zurückzuziehen, nachdem die USA Sanktionen gegen die in Budapest ansässige Bank verhängt hatten.

Dies bestätigte das ungarische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung am Donnerstag (13. April).

Die ungarische Regierung habe die Situation erörtert und entschieden, dass die internationale Bank zwar in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung Mittel- und Osteuropas gespielt habe, die gegen die Bank verhängten Sanktionen ihre Tätigkeit jedoch sinnlos gemacht hätten, so das Ministerium in einer Erklärung.

Am Mittwoch hatten die USA Sanktionen gegen drei Spitzenbeamte der von Russland kontrollierten Bank verhängt.

Die Präsenz einer „vom Kreml geführten Plattform“ in Europa sei eine „potenzielle Bedrohung“ für die EU und ihre westlichen Verbündeten, erklärte der US-Botschafter in Ungarn, David Pressman. Die Bank sei „Moskaus Werkzeug“, um seinen Einfluss in Ungarn und der Region zu vergrößern.

Ungarn ist der letzte EU-Mitgliedsstaat, der aus dem Konzern aussteigt.