Vermarktung von Honig: Rumänische Imker fordern EU-Hilfe
Imker in Rumänien haben Schwierigkeiten bei der Vermarktung ihres Honigs, vor allem wegen günstiger Importe aus Drittländern, und setzen sich für Maßnahmen auf EU-Ebene ein.
Imker in Rumänien haben Schwierigkeiten bei der Vermarktung ihres Honigs, vor allem wegen günstiger Importe aus Drittländern, und setzen sich für Maßnahmen auf EU-Ebene ein.
„Ein beträchtlicher Teil der letztjährigen Produktion bleibt unverkauft, da es an Nachfrage mangelt, was größtenteils auf das von China und der Ukraine in den letzten Jahren betriebene Dumping zurückzuführen ist“, so Răzvan Coman, Vertreter des rumänischen Imkerverbandes, gegenüber Agerpres. „Honig, der im Hamburger Hafen ankommt, kostet nur 5 Lei (einen Euro), vergleichbar mit dem Preis für ein Kilogramm Zucker.“
In den Jahren 2022 und 2023 machen die Honigexporte nur etwa zehn Prozent der Gesamtproduktion aus, während die Importe deutlich ansteigen.
Als Rumänien 2007 der EU beitrat, verfügte das Land über etwa eine Million Bienenstöcke. Heute ist diese Zahl auf über 2,3 Millionen Bienenstöcke angestiegen – die zweitgrößte Anzahl in der EU nach Spanien. Die Honigproduktion stieg von 16.000 Tonnen im Jahr 2007 auf fast 30.000 Tonnen im vergangenen Jahr.
Ein weiteres drängendes Problem ist die Qualität des importierten Honigs – eine Sorge, die auch durch die jüngste Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt wurde, laut der die Hälfte des Honigs, der in die Europäische Union gelangt, gepanscht ist.
„Ich glaube nicht, dass Lösungen auf nationaler Ebene gefunden werden können, wo die Dinge sehr langsam vorankommen. Es sollte etwas auf der Ebene der Europäischen Union getan werden, weil die Preise für Produkte, die von außerhalb der EU kommen, außerordentlich niedrig sind“, sagte Coman. Es gebe zwar Vorschriften zur Bekämpfung von Dumpingpraktiken, mangle aber an deren Durchsetzung.
Coman schlägt vor, dass die Durchsetzung durch gemeinsame Anstrengungen der Hersteller in der EU erreicht werden könnte. Andere Länder, darunter Ungarn und Slowenien, suchten ebenfalls nach europäischen Lösungen, um die Herausforderungen für den Bienenzuchtsektor zu bewältigen, fügte er hinzu.