Vermittler werden versuchen, den Streit um das FCAS-Kampfflugzeug bis Mitte April beizulegen

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte kürzlich, dass die Luftwaffe andere Anforderungen an einen Kampfflugzeug der Zukunft stelle als Frankreich mit seinem Atomprogramm und seinem Flugzeugträger.

EURACTIV.com
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Emmanuel Macron und Friedrich Merz. [Foto: Nicolas Landemard/Anadolu via Getty Images]

Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen wurde eine neue Frist für die Beilegung des deutsch-französischen Streits um das gemeinsame Kampfflugzeugprojekt Future Combat Air System (FCAS) auf Mitte April festgelegt.

Frankreich und Deutschland haben Schwierigkeiten, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den an der Entwicklung des Kampfflugzeugs beteiligten Unternehmen beizulegen. Die Regierungschefs beider Länder trafen sich am Mittwochabend im Vorfeld eines EU-Gipfels am Donnerstag in Brüssel, und der Streit gehörte zu den besprochenen Themen.

Laut deutschen Regierungskreisen haben sich Deutschland und Frankreich auf einen letzten Vermittlungsversuch zwischen den Industrien durch Experten geeinigt. Wegen der anstehenden Entscheidungen zum Bundeshaushalt muss ein Ergebnis bis Mitte April vorliegen.

FCAS-Projekt ist seit über einem Jahr ins Stocken geraten

Das FCAS-Projekt ist seit über einem Jahr ins Stocken geraten, und mehrere frühere Fristen für eine Entscheidung über die Zukunft des Programms wurden verpasst, darunter eine Ende Februar. Beide Hauptauftragnehmer – Dassault Aviation für Frankreich und Airbus Defence and Space für Deutschland – konnten aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in der Führung nicht effizient zusammenarbeiten.

Eine mögliche Lösung wäre der Bau von zwei separaten Jets bei gleichzeitiger Weiterarbeit am gesamten Kampfflugzeugsystem, einschließlich seiner Combat Cloud und autonomer Drohnen. Anfang des Monats veranstalteten die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie und ihre Beschäftigten Kundgebungen an verschiedenen Produktionsstandorten im ganzen Land, um Berlin davon zu überzeugen, dass die Entwicklung eines separaten Kampfflugzeugs der richtige Weg sei.

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte kürzlich, dass die Luftwaffe andere Anforderungen an einen Kampfflugzeug der Zukunft stelle als Frankreich mit seinem Atomprogramm und seinem Flugzeugträger.

Eine solche Aufteilung wird jedoch von seinem Amtskollegen, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, nicht bevorzugt.

(cm)