Vogelgrippe: Importstopp für Geflügel aus der Türkei [DE]
Die Vogelgrippe, die in Südostasien ausgebrochen ist, ist nun auch in Europa angekommen. Die Kommission hat deshalb einen Importstopp für lebendes Geflügel aus der Türkei verhängt.
Die Vogelgrippe, die in Südostasien ausgebrochen ist, ist nun auch in Europa angekommen. Die Kommission hat deshalb einen Importstopp für lebendes Geflügel aus der Türkei verhängt.
Nachdem in der Türkei Fälle der Vogelgrippe entdeckt worden sind (in der Nähe des Ägäischen Meers und des Marmara-Meers), hat die Kommission am 10. Oktober 2005 entschieden, einen Importstopp für Geflügel und unbehandelte Federn aus dem Land zu verhängen. Auch in Rumänien (Donaudelta- und Schwarzmeerregion) sind Zugvögel tot aufgefunden worden, die sich anscheinend mit dem Virus angesteckt hatten.
Labortests sollen nun ergeben, um welchen Virusstamm es sich bei den Tieren in der Türkei und Rumänien handelt. Festgestellt soll vor allem, ob es sich um den hoch pathogenen [krankheitserregend] und tödlichen Stamm H5N1 aus Asien handelt. Die Ergebnisse der Tests in Rumänien und der Türkei sollen am 12. Oktober 2005 bekannt gegeben werden und die Kommission will dann dementsprechend handeln. „Wir werden jede mögliche Maßnahme ergreifen, um zu verhindern, dass das Virus in die EU gelangt“, versicherte EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou.
Sowohl EU-Länder als auch Drittstaaten haben bereits beschlossen, eine Entscheidung der EU nicht abzuwarten und eigene Maßnahmen durchzuführen. So haben einige von ihnen Importstopps für Fleisch und lebende Tiere aus der Türkei und Rumänien eingeführt, um das Risiko einer Ausweitung der Vogelgrippe möglichst gering zu halten. Zu ihnen gehören Österreich, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Ukraine, Schweiz und Polen.
Die Gefahr bleibt jedoch auch weiterhin bestehen. Denn das Donaudelta am Schwarzen Meer ist eine der größten europäischen Durchgangsstationen für Zugvögel.