Weitergabe von Daten: Meta will in EU künftig Zustimmung einholen

Der Social-Media-Konzern Meta hat angekündigt, Nutzer in der EU künftig um ihre Zustimmung zu bitten, bevor deren Daten für gezielte Werbung weitergegeben werden, und beugt sich damit dem Druck der europäischen Regulierungsbehörden.

EURACTIV mit AFP
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Das Unternehmen erklärte, dass die Änderungen den sich „entwickelnden und neu entstehenden regulatorischen Anforderungen“ Rechnung tragen sollen. leichzeitig befindet sich Meta in einem heftigen Streit mit der irischen Datenschutzkommission (DPC), die die EU-Datenschutzvorschriften in Irland überwacht, von wo aus Meta seine europäischen Geschäfte betreibt. [rafapress/Shutterstock]

Der Social-Media-Konzern Meta hat angekündigt, Nutzer in der EU künftig um ihre Zustimmung zu bitten, bevor deren Daten für gezielte Werbung weitergegeben werden, und beugt sich damit dem Druck der europäischen Regulierungsbehörden.

Das Unternehmen erklärte, dass die Änderungen den sich „entwickelnden und neu entstehenden regulatorischen Anforderungen“ Rechnung tragen sollen.

Gleichzeitig befindet sich Meta in einem Streit mit der irischen Datenschutzkommission (DPC), die die EU-Datenschutzvorschriften in Irland überwacht, von wo aus Meta seine europäischen Geschäfte betreibt.

Die europäischen Aufsichtsbehörden hatten im Januar die bisherige Rechtsgrundlage verworfen, mit der Meta das Sammeln personenbezogener Daten von Nutzern für gezielte Werbung gerechtfertigt hatte.

Derzeit haben Nutzer, die Facebook und Instagram beitreten, diese Erlaubnis standardmäßig aktiviert und geben ihre Daten an Meta weiter, sodass das Unternehmen Milliarden von Dollar mit solchen Anzeigen verdienen kann.

„Heute kündigen wir unsere Absicht an, die Rechtsgrundlage, die wir für die Verarbeitung bestimmter Daten für verhaltensbezogene Werbung für Personen in der EU, dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) und der Schweiz verwenden, von ‚berechtigten Interessen‘ auf ‚Zustimmung‘ zu ändern“, erklärte Meta in einem Blogbeitrag.

Der Konzern fügte hinzu, in den kommenden Monaten weitere Informationen zur Verfügung stellen und weiterhin „konstruktiv“ mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten zu wollen.

„Es gibt keine unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Dienste in der Region. Sobald diese Änderung in Kraft ist, werden Werbetreibende weiterhin in der Lage sein, personalisierte Werbekampagnen durchzuführen, um potenzielle Kunden zu erreichen und ihr Geschäft auszubauen“, hieß es.

Meta und andere US-amerikanische Big-Tech-Unternehmen sind in den letzten Jahren wegen ihrer Geschäftspraktiken in der EU mit massiven Geldstrafen belegt worden und mussten sich an die strengen Datenschutzvorschriften der EU anpassen.

Weitere Auswirkungen werden vom EU-Gesetz über digitale Märkte erwartet, das wettbewerbswidriges Verhalten der sogenannten „Gatekeeper“ des Internets verbietet.