Welche Staaten spionieren am meisten in Deutschland?
Der Verfassungsschutz hat seine Erkenntnisse darübe ausgewertet, welche Staaten in Deutschland spionieren. Vor allem ein Land nimmt scheinbar große Mühen auf sich.
Der Verfassungsschutz stellt heute seine Einschätzung ausländischer Spoinageaktivitäten in Deutschland vor. Drei Länder stehen darin ganz oben – mit verscheidenen Schwerpunkten in der Spionage.
Heute wird der Verfassungsschutzbericht 2017 in Berlin veröffentlicht. Darin kommt die Behörde zu dem Schluss, dass vor allem Agenten aus Russland, China und dem Iran die aktivsten Spione in Deutschland darstellen. So betrieben die russischen Nachrichtendienste mit einem hohen organisatorischen und finanziellen Aufwand Spionage, heißt es im Bericht. “Mit der Nutzung des Cyberraums steigerte sich das Ausmaß der Spionage noch um ein Vielfaches”, heißt es in dem Reuters vorliegenden Text. Im Fokus seien alle Bereiche in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie das Militär. Die politische Haltung der Bundesregierung gegenüber Russland stehe dabei im Vordergrund. Von besonderem Interesse seien das angespannte Verhältnis zwischen der EU und der Türkei gewesen.
Bei den chinesischen Geheimdiensten verschiebe sich der Fokus auf politische Spionage in Deutschland. Von Interesse seien aber auch weiter Aufklärungsziele in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. In dem Bericht warnt der Verfassungsschutz vor dem Abfluss von deutschem Know-how Richtung Fernost, der der deutschen Wirtschaft langfristig schaden könne.
Beim Iran registrierte der Verfassungsschutz gegenüber 2016 einen “noch deutlicheren Rückgang” der Anhaltspunkte, die auf Beschaffungsversuche für das iranische Atomprogramm hindeuten. Zugleich sei der Iran verstärkt Ursprung von Cyberangriffen gegen Deutschland.