Wie Frauen die finnischen Wahlen gewonnen haben
Bei den finnischen Parlamentswahlen am Sonntag haben die Frauen dominiert. Die erfolgreichsten Kandidaten, einschließlich der Direktwahl-Siegerin, waren weiblich.
Bei den finnischen Parlamentswahlen am Sonntag haben die Frauen dominiert. Die erfolgreichsten Kandidaten, einschließlich der Direktwahl-Siegerin, waren weiblich.
Der Gewinner der Wahl war zwar der Mann Peterri Orpo von der Partei der Nationalen Koalition mit 20,8 Prozent der Stimmen. Ihm folgt aber dicht die rechtspopulistische Partei der Finnen mit 20,1 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz.
Deren Vorsitzende, Rika Purra, erhielt allein 42 589 Stimmen und wurde damit die beliebteste Kandidatin des Landes seit 75 Jahren. Auf Platz zwei der Rangliste landete die scheidende Ministerpräsidentin Sanna Marin (SDP), mit 35.623 Stimmen.
Knapp dahinter lag der aufsteigende Stern und die stellvertretende Vorsitzende der Konservativen, Elina Valtonen, aus dem Wahlkreis Helsinki.
32.406 Stimmen gaben ihr Auftrieb für ihre Ambitionen auf ein Ministeramt in der nächsten Regierung und erhöhten auch ihre Glaubwürdigkeit als mögliche zukünftige Vorsitzende ihrer Partei, die noch nie von einer Frau geführt wurde.
Auch Li Andersson, die Vorsitzende der Linksallianz und Bildungsministerin der scheidenden Regierung, war bei den Wählern beliebt. Anderssons 18.122 Stimmen, mit denen sie die sechst beliebteste Kandidatin des Landes wurde, halfen ihrer Partei jedoch nicht, die nur ein bescheidenes Ergebnis von 7,1 Prozent erzielte.
Im neuen Parlament mit 200 Sitzen sind 46 Prozent der Abgeordneten Frauen. Das Durchschnittsalter des für die nächsten vier Jahre amtierenden Parlaments beträgt 47 Jahre, und die Neugewählten stellten 30,5 Prozent der Kandidaten. Die Wahlbeteiligung ging leicht zurück und lag bei 71,9 Prozent.