Wien weitet Affenpocken-Impfung aus, doch Nachfrage nicht gedeckt
Die österreichische Regierung hat Wien zusätzliche Affenpocken-Impfstoffdosen zugewiesen, um die hohe Nachfrage zu decken. Allerdings wird dies nicht ausreichen, um alle vorregistrierten Personen in der Bundeshauptstadt zu versorgen.
Die österreichische Regierung hat Wien zusätzliche Affenpocken-Impfstoffdosen zugewiesen, um der hohe Nachfrage nachzukommen. Allerdings wird dies nicht ausreichen, um alle vorregistrierten Personen in der Bundeshauptstadt zu versorgen.
Die Bundesregierung hat weitere 140 Impfstoffdosen für „Präexpositions“-Impfungen bereitgestellt, um die hohe Nachfrage zu decken, teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Sonntag mit.
Die zusätzlichen Dosen sollten für 700 Impfungen ausreichen. Da jedoch zwei Impfungen für eine vollständige Immunisierung erforderlich sind, können mit dieser Ladung gerade einmal 350 Menschen geimpft werden – weit entfernt von den 2.200 vorregistrierten.
Es sei daher unmöglich, „dass alle Interessenten aufgrund der enormen Impfstoffknappheit einen Impftermin bekommen“, so Hackers Büro.
Das bedeutet, dass diejenigen unter den Vorregistrierten, die zu den definierten Zielgruppen gehören, automatisch eine Erinnerung per E-Mail und SMS erhalten und ab Mittwoch Termine für die Impfung vereinbaren können.
Letzte Woche waren in Wien die ersten 360 Impfungen innerhalb von nur 25 Minuten ausgebucht.
Bisher stehen in ganz Österreich nur 4.340 Impfdosen zur Verfügung, von denen das Gesundheitsministerium zwei Drittel für „Post-Expositions“-Impfungen reserviert hat, das heißt für Fälle von nachgewiesenem Kontakt mit einer infizierten Person.
Das Nationale Impfgremium empfiehlt derzeit keine Impfung breiter Bevölkerungsschichten, sondern in erster Linie von Personen mit individuellen Risikoverhaltensweisen wie Männern mit häufig wechselnden gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten. Auch Beschäftigte des Gesundheitswesens, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, sollten immunisiert werden.