Wissenschaftler fordern mehr Transparenz im Bereich Nanotechnologie [DE]

Wissenschaftler fordern von der Nanotech-Industrie, die Verfahren ihrer Sicherheitstests zu veröffentlichen. Bei einigen Produkten bestehe der Verdacht, dass Nanopartikel eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden könnten.

Wissenschaftler fordern von der Nanotech-Industrie, die Verfahren ihrer Sicherheitstests zu veröffentlichen. Bei einigen Produkten bestehe der Verdacht, dass Nanopartikel eingeatmet oder über die Haut aufgenommen werden könnten.

Die Royal Society, die führende wissenschaftliche Gesellschaft in Großbritannien, und die Royal Academy of Engineering haben kürzlich einen Bericht über Nanotechnologien und Verbraucherprodukte, bei welchen bereits Nanotechnologien verwendet werden, veröffentlicht.  Laut diesem Bericht fordern die Wissenschaftler die Industrie dazu auf die Öffentlichkeit über die Verfahren der Sicherheitstest für Verbraucherprodukte, die freie Nanopartikel enthalten, zu informieren.  Freie Nanopartikel sind nicht mit einem Gegenstand verbunden.  Sie bewegen sich vollkommen frei und können daher eingeatmet und über die Haut oder kaputte Zellen aufgenommen werden.  Verbraucherprodukte, welche freie Nanopartikel enthalten, wie beispielsweise Kosmetik, stellen einen besonderen Bereich dar, bei welchem gesundheitliche Bedenken bestünden, sagte die Hauptverfasserin des Berichts, Prof. Ann Dowling. 

Professorin Dowling ist der Ansicht, dass mehr Transparenz zwischen Industrie und Wissenschaft zur Entwicklung einheitlicher und gegenseitig vereinbarter  Sicherheitstest beitragen könnte.  Neue Vorschriften müssten auf Forschungsergebnissen beruhen, die aus internationaler Zusammenarbeit hervorgegangen seien.

Ein weiterer Bericht derselben Einrichtungen über die Möglichkeiten und Unsicherheiten der Nanowissenschaften und Nanotechnologien kam zu dem Schluss, dass viele Nanotechnologie-Anwendungen zu keinen  neuen Gesundheits- und Sicherheitsrisikos führten.   Dennoch besteht Einigkeit darüber, dass bei den freien Nanopartikeln immer noch Gesundheits- und Umweltbedenken bestehen.

Derzeit sind ungefähr 200 Produkte, bei welchen Nanotechnologien verwendet wurden, wie z.B. Laptops, Anit-Falten-Cremes und Sonnenschutz, auf dem Markt.