Analyse: Das Geschäft mit gefälschter Mode [DE]

In diesem Artikel von cafebabel.com schreibt Tiziana Sforza, dass die Textilindustrie bei der Bekämpfung von Marken-Piraterie immer organisierter vorgeht. An den Grenzen Europas wurden im Jahr 2004 Millionen gefälschter Designerwaren beschlagnahmt.

In diesem Artikel von cafebabel.com schreibt Tiziana Sforza, dass die Textilindustrie bei der Bekämpfung von Marken-Piraterie immer organisierter vorgeht. An den Grenzen Europas wurden im Jahr 2004 Millionen gefälschter Designerwaren beschlagnahmt.

Auf den Straßen von ganz Europa wimmelt es nur so von Pirateriewaren. Dies macht der europäischen Textilindustrie Sorgen, die etwa 2,7 Millionen Mitarbeiter, vor allem Frauen, beschäftigt. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD macht der Verkauf von Pirateriewaren mit über jährlich 450 Milliarden Dollar bis zu 9% des Welthandels aus. Und ein großer Anteil hiervon kommt aus dem Modesektor: 20% des Umsatzes stammen von Textilien und Bekleidung, 5% von Uhren und 10% von Parfümerieartikeln. Auf dem Arbeitsmarkt hatte dies natürlich schwerwiegende Konsequenzen: Weltweit gingen 270.000 Arbeitsplätze verloren. 125.000 davon in der EU, an deren Grenzen allein im Jahr 2004 100 Millionen Pirateriewaren beschlagnahmt wurden. Zu den direkten Verkaufsverlusten des Einzelhandels kommen die Schädigung des Markenimages, die fehlenden Steuereinnahmen und zusätzlichen Sozialausgaben.

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