Akteure wollen Nachhaltigkeitsstrategie der EU wiederbeleben [DE]
Eine Konferenz vom 14. bis 15. April wird sich mit den Erfolgen und Mängeln der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung sowie mit möglichen künftigen Maßnahmen befassen. In einem jüngsten Konsultationsverfahren haben Interessenvertreter kritisiert, dass die Strategie keine echten Vorgaben und Ziele enthalte.
Eine Konferenz vom 14. bis 15. April wird sich mit den Erfolgen und Mängeln der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung sowie mit möglichen künftigen Maßnahmen befassen. In einem jüngsten Konsultationsverfahren haben Interessenvertreter kritisiert, dass die Strategie keine echten Vorgaben und Ziele enthalte.
Im Rahmen der Konsultation hat die Kommission mehr als 1.100 Reaktionen erhalten.
Obwohl die meisten Teilnehmer das übergreifende Ziel der nachhaltigen Entwicklung nicht infrage stellten, wurden viele Kritikpunkte vorgebracht. Die Hauptbotschaften an die die Kommission waren die folgenden:
- Die Strategie sei „zu vage“ und bedürfe einer „klaren Definition“ sowie „spezifischer Ziele, Vorgaben und Fristen“
- Die Gewichtung der drei Dimensionen (Wirtschaft, Soziales und Umwelt) wird unterschiedlich bewertet: NGOs bemängeln, dass die Strategie die wirtschaftlichen Aspekte zu sehr und auf Kosten sozial- und umweltpolitischer Zielsetzungen in den Vordergrund gerückt wird, während Unternehmensverbände der Meinung sind, der wirtschaftlichen ‚Säule’ werde nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt.
- Große Besorgnis herrscht darüber, dass bei der „Beendigung oder Begrenzung nicht-nachhaltiger Trends“ kaum Fortschritte erzielt worden seien´.
- Zum Umfang der Schwerpunktbereiche gibt es unterschiedliche Haltungen.
- Zweifel herrschen teilweise an der Effizienz und den Strukturindikatoren sowie den Berichterstattungsverfahren im Allgemeinen.
- Einige Interessenvertreter sind der Ansicht, dass den Auswirkungen von internen EU-Politiken auf Drittstaaten nicht genug Beachtung geschenkt werde.
- Vielen internationalen Verpflichtungen würde die EU nicht in ausreichendem Maße nachkommen, beispielsweise im Bereich nachhaltiger Produktion und des nachhaltigen Konsums.
- Die Versuche, EU-Maßnahmen und Bemühungen auf nationaler und lokaler Ebene besser miteinander zu verbinden, seien nicht ausreichend.