Albanien sperrt nach Cyberangriff Onlinedienste und Regierungswebseiten
Die albanische Nationale Agentur für die Informationsgesellschaft musste die öffentlichen Online-Dienste und Regierungswebseiten nach einem noch nicht beendeten synchronisierten Cyberangriff aus dem Ausland stilllegen.
Die albanische Nationale Agentur für die Informationsgesellschaft musste die öffentlichen Online-Dienste und Regierungswebseiten nach einem noch nicht beendeten synchronisierten Cyberangriff aus dem Ausland stilllegen.
„Um diesen beispiellosen und gefährlichen Angriffen standzuhalten, sind wir gezwungen, die öffentlichen Verwaltungssysteme stillzulegen, bis die feindlichen Angriffe neutralisiert sind“, erklärte die staatliche Agentur in einer Erklärung an die Medien.
„Die Nationale Agentur [ist] in voller Alarmbereitschaft und arbeitet rund um die Uhr mit dem Microsoft-Team, dem Team von Jones Group International und den Teams albanischer Unternehmen im IKT-Bereich zusammen, um zu verhindern, dass dieser Cyberangriff die albanischen Systeme beschädigt oder gefährdet“, heißt es weiter.
Die Abschaltung betraf die Websites des Parlaments und des Büros des Premierministers sowie e-Albania, das Regierungsportal, das alle Albaner:innen sowie ausländische Einwohner:innen und Investoren nutzen müssen, um eine Vielzahl an öffentlichen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Seit dem 1. Mai hat e-Albania die Rolle vieler institutioneller Schalterdienste aus dem ganzen Land übernommen. Fragen zum Wohnsitz, zu Steuern und zu geschäftlichen Aktivitäten können nun theoretisch über das Portal abgewickelt werden.
Albanien wurde in den letzten 18 Monaten von einer Vielzahl von Datenschutz- und Privatsphäre-Skandalen erschüttert. Unter anderem sickerten Namen, Telefonnummern, Autokennzeichen, Arbeitgeber, Gehälter und vieles mehr aus staatlichen Einrichtungen an die Öffentlichkeit.