Athen empört über Tötung griechischer Bürger bei russischem Angriff
Zwischen Athen und Moskau sind Spannungen aufgeflammt, nachdem bei einem Bombenangriff der russischen Streitkräfte in Sartana, einem Dorf in der Region Donetsk in der Ostukraine, zehn griechische Staatsbürger:innen getötet wurden.
Zwischen Athen und Moskau sind Spannungen aufgeflammt, nachdem bei einem Bombenangriff der russischen Streitkräfte in Sartana, einem Dorf in der Region Donetsk in der Ostukraine, zehn griechische Staatsbürger:innen getötet wurden.
Die russische Botschaft in Athen teilte mit, Russland bombardiere keine Wohngebiete oder Dörfer.
„Am Rande des Dorfes Sartana haben die russischen Streitkräfte heute keine militärischen Operationen durchgeführt“, erklärte die Botschaft und fügte hinzu, dass stattdessen ukrainische Soldaten verantwortlich gemacht werden sollten.
Ein Sprecher des griechischen Außenministeriums warf der russischen Botschaft vor, Lügen zu verbreiten.
„Orthodoxe Bomben töteten orthodoxe Auswanderer. Vergessen Sie das nicht“, sagte Alexandros Papaioannou am Sonntag (27. Februar) dem griechischen Fernsehsender Skai TV.
„Was die russische Botschaft gesagt hat, sind Fake News. Wir haben Beweise“, sagte der Sprecher.
Sowohl Griechenland als auch Russland sind orthodoxe Länder, und ein großer Teil der griechischen Gesellschaft hat sich bisher Moskau gegenüber freundlich gezeigt. Die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine haben jedoch zu einem deutlichen Wandel in der öffentlichen Meinung Griechenlands über Russland geführt.
Griechischen Presseberichten ließen verlautbaren, es sei allgemein bekannt gewesen, dass russischsprachige Separatisten und Kommandos in der abtrünnigen Region der Ukraine operieren.
Die Tötung der griechischen Auswanderer verurteilte auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der auf Facebook schrieb:
„Nicht nur die Menschen in der Ukraine trauern heute wegen des von Russland geführten Krieges, sondern alle Völker Europas. Heute Abend denken wir mit Trauer an Griechenland, das zu Unrecht zehn Landsleute verloren hat, die in der Ukraine in der Nähe von Mariupol lebten“.
Nach einem Treffen mit dem Chef der griechischen Armee beschloss Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Sonntag, den ukrainischen Streitkräften in enger Abstimmung mit den EU- und NATO-Partnern militärische Ausrüstung zu liefern.
Darüber hinaus wird Griechenland Kiew militärische Hilfe zukommen lassen. Das Material soll mit zwei C-130-Flugzeugen nach Polen transportiert werden.
[Bearbeitet von Zoran Radosavljevic]