Barroso sollte sich auf Wettbewerbsfähigkeit und Öffentlichkeitsarbeit konzentrieren

Die Nutzer von EURACTIV haben bei einer Online-Umfrage ausgesagt, sie seien der Ansicht, dass sich die Kommission von Barroso vor allem auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Öffentlichkeitsarbeit konzentrieren solle.

Die Nutzer von EURACTIV haben bei einer
Online-Umfrage ausgesagt, sie seien der Ansicht, dass sich
die Kommission von Barroso vor allem auf
die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und
Öffentlichkeitsarbeit konzentrieren solle.

Bei einer nicht-wissenschaftlichen Umfrage im
August-September 2004 hat EURACTIV seine Leser gefragt,
wie sie die Leistungen der Prodi-Kommission bewerten und
welche Prioritäten die neue Kommission unter
Präsident Barroso setzen sollte. 

Die Umfrage kam zu folgenden Ergebnissen:

  • die Prodi-Kommission hat im Bereich der
    Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und bei
    den ‚drei Säulen‘ von Lissabon (Umwelt,
    Soziales und Wirtschaft) kaum Fortschritte
    erzielt; auch im Bereich nachhaltige Entwicklung und
    Vermittlung der EU-Politik fällt die Bewertung
    enttäuschend aus;
  • die obersten Prioritäten für die
    Barroso-Kommission sollten folgende sein:
    Wettbewerbsfähigkeit (67%),
    Öffentlichkeitsarbeit (47%) und Handel (46%);
  • obgleich verschiedene Themen im Bereich der
    nachhaltigen Entwicklung (Klimawandel, Energie und
    Transport, Gesundheit und Umwelt) Schwerpunkte
    bilden sollten, schreiben die Teilnehmer an der
    Umfrage diesem Bereich deutlich weniger Bedeutung
    als der Wettbewerbsfähigkeit zu (angesichts der
    Tatsache, dass 41,2% der Teilnehmer in der Wirtschaft
    tätig sind und lediglich 15,7% in
    Nichtregierungsorganisationen/Think Tanks ist dies
    nicht
    überraschend).      

Julian Oliver, Generalsekretär der 
Fondation EURACTIV

, erklärte zu den Ergebnissen der Umfrage: „Die
Erwartungen an Herrn Barroso spiegeln die Schwächen
von Prodi wider – laut der Leser sollten
Öffentlichkeitsarbeit, Verantwortlichkeit und
Führerschaft bei Barroso im Vordergrund
stehen, und Führerschaft,
Öffentlichkeitsarbeit und Beziehungen zu den Medien
sehen sie als die größten Schwächen
von Prodi“.