BND macht Separatisten für MH17-Absturz verantwortlich

Der Bundesnachrichtendienst macht einem Magazinbericht zufolge prorussische Separatisten für den Absturz einer Passagiermaschine in der Ostukraine im Juli verantwortlich.

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Der Bundesnachrichtendienst macht einem Magazinbericht zufolge prorussische Separatisten für den Absturz einer Passagiermaschine in der Ostukraine im Juli verantwortlich.

Zu diesem Schluss komme der BND in einer detaillierten Analyse, berichtete „Der Spiegel“. BND-Präsident Gerhard Schindler habe in einem Vortrag vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums am 8. Oktober umfangreiche Belege dafür präsentiert. Dazu gehörten eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und Fotos. Demnach erbeuteten prorussische Separatisten ein russisches Buk-Luftabwehrraketensystem von einem ukrainischen Stützpunkt und feuerten damit am 17. Juli eine Rakete ab, die direkt neben Flug MH17 explodierte. „Es waren prorussische Separatisten“, zitiert das Magazin Schindler. Alle 298 Insassen der Maschine von Malaysia Airlines kamen ums Leben, die meisten davon kamen aus den Niederlanden.

Niederländische Ermittler hatten den Verdacht bereits erhärtet, dass das Flugzeug abgeschossen wurde. Sie vermieden jedoch Schuldzuweisungen. Auch wurde in dem Zwischenbericht von Anfang September eine Rakete ausdrücklich nicht erwähnt. Eine große Zahl schnell fliegender Teile habe den Rumpf der Boeing 777 durchsiebt, worauf das Flugzeug auseinandergebrochen sei.

Dem „Spiegel“ zufolge ist der BND konkreter. Es seien nicht nur ukrainische Aufnahmen gefälscht, sondern auch russische Darstellungen, wonach die Rakete von ukrainischen Soldaten abgefeuert wurde und ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei. Das Magazin berichtete zudem, dass die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet habe, da es sich bei dem Absturz um ein Kriegsverbrechen handeln könnte. Nach dem Absturz hatten sich beide Konfliktparteien gegenseitig dafür verantwortlich gemacht.