Brexit-Verhandlungen - Stagnation in Runde Drei

Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über den EU-Austritt treten auf der Stelle. Laut Chefunterhändler Michel Barnier gebe es keine Fortschritte.

Internal Market Commissioner Michel Barnier was told to fire PwC from the country by country reporting impact assessment. January 2010. [European Parliament/Flickr]
Michel Barnier sieht keine Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen. [[European Parliament/Flickr]]

Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über den EU-Austritt treten auf der Stelle. Laut Chefunterhändler Michel Barnier gebe es keine Fortschritte.

In der dritten Runde der Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU hat es nach Angaben des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier bei den wichtigsten Themen keine signifikanten Fortschritte gegeben.

Bei dem aktuellen Tempo der Verhandlungen sei man weit davon entfernt, so weit voranzukommen, um die von der Londoner Regierung gewünschten Gespräche über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen, sagte Barnier am Donnerstag in Brüssel.

Entgegen früherer Zusicherungen ist London demnach auch nicht mehr bereit, nach dem Brexit im März 2019 noch Zahlungen in den EU-Haushalt zu leisten. Einige Forderungen der britischen Seite bezeichnete Barnier als unmöglich zu erfüllen, so etwa einen weiteren Zugang zum EU-Binnenmarkt nach dem Brexit im März 2019.

Der Franzose kritisierte auf der Pressekonferenz mit dem britischen Chefunterhändler und Brexit-Minister David Davis, dass das Vereinigte Königreich nur seine finanziellen Verpflichtungen im Rahmen des EU-Haushalts erfüllen wolle. Davis erklärte, der britische Ansatz sei sehr viel flexibler und pragmatischer als jener der EU. Die Teams von Barnier und Davis hatten seit Montagnachmittag miteinander verhandelt.