Brüsseler Interessenvertreter rufen Expats zur Mitgestaltung der EU-Hauptstadt auf [DE]
Die nicht belgischen Bewohner von Brüssel sollten das Recht erhalten, in den Regionalwahlen zu wählen, so das Fazit einer Konferenz die am letzten Wochenende in der Stadt stattfand und die die Zukunft der facettenreichen Hauptstadt Europas besprach.
Die nicht belgischen Bewohner von Brüssel sollten das Recht erhalten, in den Regionalwahlen zu wählen, so das Fazit einer Konferenz die am letzten Wochenende in der Stadt stattfand und die die Zukunft der facettenreichen Hauptstadt Europas besprach.
Anwesende forderten auch, dass die „Global City“ Brüssel mit den belgischen Nachbarregionen besser koordiniert werde.
Die Konferenz versammelte alle hauptsächlichen belgischen Parteien, außer der flämischen nationalistischen Fraktion Vlaams Belang, um die Beziehungen zwischen den französisch- und niederländischsprachigen Gemeinden von Brüssel zu diskutieren.
Trotz offensichtlicher Unterschiede kamen Politiker und Repräsentanten der Zivilgesellschaft zu einer Übereinkunft im Bezug auf eine Reihe von Fragen:
- Die Notwendigkeit starke internationale Zusammenarbeit zwischen Brüssel und seinem natürlichen Hinterland zu fördern, besonders dem französischsprachigen Brabant und Flämisch-Brabant (wo der Flughafen der Stadt und große Teile seiner Ringstraße liegen).
- Die Notwendigkeit für zweisprachige Listen in den Wahlen von Brüssel, um sicherzustellen, dass die Wähler nicht gezwungen werden von ausschließlich französischsprachigen oder flämischsprachigen Kandidaten auswählen müssen.
- Nicht-belgische Bewohner von Brüssel sollten die Möglichkeit bekommen bei solchen Wahlen zu wählen und sollten zu Diskussionen über die Zukunft der Hauptstadt befragt werden.
Multinationales, mehrsprachiges Brüssel
Über die Hälfte der gesamten Bevölkerung der belgischen Hauptstadt ist ausländischer Herkunft und fast die Hälfte ihrer Haushalte sind mehrsprachig, berichtete das Brüsseler Bürgerforum.
Jedoch ist Brüssel „bisher noch kein Modellbeispiel einer nachhaltigen Stadt, es ist nicht wirklich ein Ort eines interkulturellen Dialogs und kein Ort wo es gleiche Chancen für jeden gibt“, so dass Schlussdokument.
Tatsächlich haben die nicht-belgischen Staatsbürger die in Brüssel wohnen die Möglichkeit sich zu registrieren, um in ihrer Wahlheimat in Europa- und Kommunalwahlen der zu wählen, ziehen es aber vor, zuhause oder gar nicht zu wählen.
Solche Einwohner sind nicht berechtigt bei den Wahlen des Brüsseler Regionalparlaments ihre Stimme abzugeben, was beim Formen der Zukunft der Stadt eine wichtigere Rolle spielt.