Bulgarien auf dem Weg zu einer IT-Volkswirtschaft [DE]
Der bulgarische Premierminister Sergej Stanishew hat sich bei seinem Besuch in Brüssel optimistisch geäußert bezüglich der Zukunft Bulgariens als ein Land, dessen Wirtschaft von Errungenschaften in den Bereichen IKT, Forschung und Entwicklung sowie Bildung profitieren werde.
Der bulgarische Premierminister Sergej Stanishew hat sich bei seinem Besuch in Brüssel optimistisch geäußert bezüglich der Zukunft Bulgariens als ein Land, dessen Wirtschaft von Errungenschaften in den Bereichen IKT, Forschung und Entwicklung sowie Bildung profitieren werde.
Bei einer am 8. März 2007 von Microsoft im Brüsseler Microsoft Briefing Centre organisierten Konferenz über IKT und Innovation sprach der bulgarische Premierminister Sergej Stanishew über die „neue technologische Revolution“ in Bulgarien. Diese sei, so Stanishew, genauso wichtig wie der Übergang von der Landwirtschaft in das Industriezeitalter.
Stanishew betonte die Bedeutung der Bildung für die bulgarischen Traditionen seit der Unabhängigkeit des Landes vom Osmanischen Reich. Bulgarische Sprachschulen hätten hierbei eine wichtige Rolle gespielt. Diese Tradition bilde heute das Rückgrat der bulgarischen Leistungen im Bildungsbereich. Unter anderem bilden bulgarische Studierende in Deutschland die zweitgrößte Gruppe ausländischer Studenten, nur von China übertroffen. Stanishew betonte des Weiteren die Bedeutung der bulgarischen IKT-Branche während des Kalten Krieges (48% aller Computer, die vom Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (Comecon) produziert wurden, wurden in Bulgarien hergestellt).
Stanishew zitierte mehrere Zahlen, die den wachsenden Erfolg Bulgariens als Volkswirtschaft, die auf Bildung und IKT aufbaut, belegen:
- 80% aller Studenten verfügen über einen Internetanschluss;
- In den Schulen gibt es pro 12 Schüler einen Computer;
- Der e-Bulgarien-Index, der eine Analyse der Bereitschaft des Landes für die Informationsgesellschaft bietet, ist von 2005 auf 2006 um 30% gestiegen;
- 80% des IKT-Einkommens in Bulgarien wird durch Verträge mit Firmen aus den übrigen EU-Staaten oder den USA erwirtschaftet;
- Bulgarien liegt auf dem Horasis/Going Global Ventures report on global IT outsourcing für 2015 auf Rang 21.
Stanishew hat ebenfalls Maßnahmen aufgezählt, die Bulgarien umsetzen möchte, um das rasche Wachstum in der IKT-Branche aufrecht zu erhalten:
- KMU dabei unterstützen, im Bereich IKT aufzuholen;
- Bulgarische Teilnahme an EU-Programmen unterstützen;
- IKT in den Lehrplan integrieren (auch schon für jüngere Schüler);
- Ausweitung des Breitbandzugangs in Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen;
- Entwicklung der IKT-Infrastruktur, und;
- Annahme einer nationalen Informationssicherheitspolitik.