Bulgarischer Präsident fordert dringend Kauf von Kampfflugzeugen
Der bulgarische Präsident Rumen Radew hat die bulgarische Regierung zu dringenden Maßnahmen zur Bereitstellung von Kampfflugzeugen aufgefordert.
Der bulgarische Präsident Rumen Radew hat die bulgarische Regierung zu dringenden Maßnahmen zur Bereitstellung von Kampfflugzeugen aufgefordert.
Radew sagte, er habe das Thema mit US-Präsident Joe Biden angesprochen und um eine rasche Lieferung der von Bulgarien gekauften F-16-Kampfflugzeuge oder alternativ um den Erwerb eines gebrauchten F-16 auf Leasingbasis gebeten.
Der Präsident erklärte, dass ähnliche Gespräche mit Italien, den Niederlanden und Deutschland geführt worden seien. Laut Radew besteht die Möglichkeit, europäische Kampfflugzeuge auf Leasingbasis zu erwerben.
„Italien ist bereit, das Thema zu diskutieren, und der französische Präsident Macron ist offen. Premierminister Kiril Petkow wird sich mit dem Bundeskanzler Scholz treffen. Wir haben vereinbart, darüber zu sprechen. Wir müssen eine Lösung finden“, sagte Radew nach dem Sondergipfel der NATO-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag.
Bulgarien ist derzeit auf MiG-29-Kampfflugzeuge angewiesen, doch laufen die Ressourcen einiger von ihnen Ende des Jahres aus. Größere Reparaturen in Russland sind derzeit nicht möglich, so dass Verhandlungen mit Polen geführt werden sollen.
„Viele osteuropäische Länder sind auf russische Ausrüstung zum Schutz des Luftraums angewiesen. Es ist offensichtlich, dass Russland als Option für die Instandhaltung von Flugzeugen ausscheidet, da die Ressourcen zur Neige gehen. Bei einem Treffen mit dem polnischen Präsidenten in der nächsten Woche werden wir die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen der polnischen Industrie und der Luftwaffe diskutieren, aber das wäre nur eine vorübergehende Lösung, denn wir brauchen eine nachhaltige Lösung“, sagte Radew weiter.