Chef der Republikaner in Frankreich tritt nach Europawahl zurück
In Frankreich hat der Chef der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, angesichts schlechter Wahlergebnisse seinen Rücktritt angekündigt.
In Frankreich hat der Chef der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, angesichts schlechter Wahlergebnisse seinen Rücktritt angekündigt.
Er ziehe damit die Konsequenz aus dem Minusrekord seiner Partei bei der Europa-Wahl, erklärte er am Sonntag im Sender TF1. Die rechte Seite des politischen Spektrums in Frankreich müsse sich neu aufstellen, so Wauquiez im Fernsehinterview. Es könne nicht sein, dass die Demokratie nur noch aus dem Spannungsfeld zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen bestehe.
J'ai décidé de prendre du recul. Je me retire de mes fonctions de président des Républicains. C'est indispensable. Pendant une semaine, j'ai tout fait pour rassembler les bonnes volontés. Je ne veux pas être un obstacle. La droite doit se reconstruire. #Le20h pic.twitter.com/LQgbkNz5DD
— Laurent Wauquiez (@laurentwauquiez) June 2, 2019
Wauquiez war nach der Europawahl in die Schusslinie von parteiinternen Kritikern geraten. Die einst mächtige Partei der bürgerlichen Rechten sucht seit dem Sieg des sozialliberalen Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl 2017 nach einem neuen Kurs.
Bei der Europawahl kam die Partei dennoch nur auf 8,4 Prozent. Als stärkste Kraft hatte sich die Partei Rassemblement National (RN) der Rechtspopulistin Marine Le Pen durchgesetzt. Die Republikaner waren 2002 vom Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy gegründet worden.