Dehaene: Balkanländer dürfen nicht im Stich gelassen werden [DE]
Eine Gruppe bestehend aus ehemaligen Staats- und Regierungschefs warnen vor schwerwiegenden Folgen, sollte die EU ihre Versprechen an die Balkanländer nicht halten.
Eine Gruppe bestehend aus ehemaligen Staats- und Regierungschefs warnen vor schwerwiegenden Folgen, sollte die EU ihre Versprechen an die Balkanländer nicht halten.
In einem offenen Brief an die am 16. und 17. Juni zusammenkommenden EU-Chefs mahnen die ehemaligen Ministerpräsidenten Giuliano Amato (Italien), Carl Bildt (Schweden) und Jean-Luc Dehaene (Belgien) sowie der ehemalige Präsident der Bundesrepublik Deutschland Richard von Weizsäcker, dass die EU ihre Erweiterungspläne für die westlichen Balkanstaaten nicht aufgeben dürfe.
An die Schrecken des Massakers von Srebrenica erinnernd erklären sie, „Europa kann die europäische Verfassungskrise überleben. Was Europa nicht überleben kann, ist ein neues Srebrenica“.
Der Appell muss vor dem Hintergrund des ‚Erweiterungs-Blues’, der sich seit der Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden in der EU breit zu machen scheint, verstanden werden.