Die Moral sinkt, die Korruption steigt

Professor Friedrich Schneider, international führender Experte für Schattenwirtschaft und Korruption, analysiert für EURACTIV.de den Zusammenhang von Krise und Korruption. Der Ökonom vergleicht Deutschland und Österreich und stellt die Frage: Was wissen wir (nicht)?

In der Krise könnte die Schattenwirtschaft aufleben, sagt Korruptionsexperte Prof. Friedrich Schneider.
In der Krise könnte die Schattenwirtschaft aufleben, sagt Korruptionsexperte Prof. Friedrich Schneider.

Professor Friedrich Schneider, international führender Experte für Schattenwirtschaft und Korruption, analysiert für EURACTIV.de den Zusammenhang von Krise und Korruption. Der Ökonom vergleicht Deutschland und Österreich und stellt die Frage: Was wissen wir (nicht)?

Durch die Krise wächst in allen 21 OECD-Ländern die Schattenwirtschaft. Damit wird die Konjunktur zusätzlich gehemmt, denn Schattenwirtschaft bedeutet unfairen Wettbewerb und fehlende Steuergelder für die Infrastruktur, so Prof. Friedrich Schneider in seiner Initiates file downloadAnalyse für EURACTIV.de. 

Hintergrund

Deutschlands Schattenwirtschaft liegt bisher im OECD-Mittelfeld, während Österreich und die Schweiz weniger Korruption und Schwarzarbeit zu beklagen haben. In südeuropäischen Ländern macht die Schattenwirtschaft zwischen 20 und 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, damit sind sie ‚Spitzenreiter‘. Aber auch in Skandivien geht nicht alles mit rechten Dingen zu: Hier erreicht die Schattenwirtschaft eine Größe zwischen 15 und 16 Prozent des BIP.

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Prof. Friedrich Schneider: Initiates file downloadDie Krise lässt grüßen: Moral sinkt, Korruption steigt (26.Juni 2009).