Die Ukraine stellt Bedingungen für Griechenland im Rahmen eines Abkommens über Meeresdrohnen

Athen ist der Ansicht, dass Kyjiw sich bemüht, ein Gleichgewicht in ihren Beziehungen zur Türkei zu wahren, die sie nach wie vor als Vermittlerin gegenüber Moskau betrachtet.

EURACTIV.com
Presentation Of SeaBaby Naval Drones
Ein ukrainischer Soldat bedient eine maritime Drohne. [Foto: Vitalii Nosach/Global Images Ukraine via Getty Images]

Kyjiw möchte mitbestimmen, wie die Meeresdrohnen, die es gemeinsam mit Griechenland produzieren will, im Falle eines militärischen Konflikts eingesetzt werden sollen – eine Forderung, die laut lokalen Medien in Athen Besorgnis ausgelöst hat.

Griechenland und die Ukraine hatten im vergangenen November vereinbart, gemeinsam unbemannte Oberflächenfahrzeuge (USVs) zu produzieren. Geplant ist, die Systeme auf ukrainischer Drohnentechnologie aufzubauen, wobei die Fertigung in einem gemischten industriellen Verbund erfolgen soll, in dem griechische Werften eine führende Rolle spielen sollen.

Für Kyjiw ist der Einsatz von USVs im Schwarzen Meer gegen Russland von großer strategischer Bedeutung. Athen hingegen sieht in ihnen einen komparativen Vorteil in der Ägäis, wo es seit langem maritime Streitigkeiten mit der Türkei gibt, die 2021 ihr erstes USV entwickelt hat.

Die führende griechische Tageszeitung Kathimerini berichtet nun jedoch, dass Kyjiw das Recht beantragt hat, im Falle eines bewaffneten Konflikts die Genehmigung für den Einsatz dieser Meeresdrohnen durch das griechische Militär zu erteilen. Die Verhandlungen sollen auf Schwierigkeiten stoßen, da Athen diese Bedingung nicht akzeptiert.

Athen ist der Ansicht, dass die Ukraine bestrebt ist, ein Gleichgewicht in ihren Beziehungen zur Türkei zu wahren, die sie nach wie vor als Vermittlerin gegenüber Moskau betrachtet. Kiew habe dies während der Gespräche jedoch nicht bestätigt, merkte die Zeitung an.

(mk)