Doch ein Koreagipfel am 12. Juni?
Trotz Trumps Absage des Treffens mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-Un gehen die USA davon aus, dass der Termin stattfindet.
Mit der Absage folgte US-Präsident seiner mittlerweile hinlänglich bekannten Strategie: den Druck maximal erhöhen, die Eskalation in Aussicht stellen und dann auf Zugeständnisse des Gegenübers warten.
Wie es aussieht, war dieses Vorgehen in den Verhandlungen mit Nordkorea nicht ohne Erfolg. Die Gespräche zwischen Vertretern beider Seiten in der Demilitarisierten Zone liefen gut, sagte jedenfalls die Sprecherin des Präsidentialamtes, Sarah Sanders, am gestrigen Mittwoch. „Wir peilen weiter den 12. Juni an.“
Aus US-Regierungskreisen hieß es allerdings auch, die Verhandlungen über den geplanten Gipfel kämen bislang langsam voran. Die zentralen Fragen seien ungelöst. Nun, vielleicht ist Verwirrung auch ein Teil der Strategie. Oder die Koordination innerhalb der US-Administration lässt zu wünschen übrig.
In New York kam unterdessen der hochrangige nordkoreanische Vertreter Kim Yong Chol auf einem Flug aus Peking an. Der Vizevorsitzende des Zentralkomitees der Arbeiterpartei sollte sich am Mittwoch und Donnerstag mit US-Außenminister Mike Pompeo treffen. Pompeo zeigt sich nach einem ersten Treffen zufrieden. „Es war großartig“, sagte er nach dem eineinhalbstündigen Essen mit dem nordkoreanischen General. „Gutes Arbeitsessen heute Abend mit Kim Yong Chol in New York“, schrieb er später im Kurzbotschaftendienst Twitter. „Steak, Mais und Käse auf dem Speiseplan.“