Draghi ruft Italiener zum Wählen auf

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat am Mittwoch in Rimini an die Wähler:innen appelliert, bei den bevorstehenden Wahlen ihre Stimme abzugeben und betont, die Zukunft des Landes liege in ihren Händen.

EURACTIV.it
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Nach einer politischen Krise, die im Juli zum Rücktritt Draghis und zur Auflösung des Parlaments durch Staatspräsident Sergio Mattarella geführt hatte, sollen am 25. September vorgezogene Neuwahlen stattfinden. [[EPA-EFE/Gregorio Borgia]]

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat am Mittwoch in Rimini an die Wähler:innen appelliert, bei den bevorstehenden Wahlen ihre Stimme abzugeben und betont, die Zukunft des Landes liege in ihren Händen.

Das jährlich stattfindende Treffen in Rimini mit dem Titel „Treffen für die Freundschaft zwischen Völkern“ besteht aus einer Reihe von Veranstaltungen, die von der einflussreichen konservativen katholischen Bewegung „Gemeinschaft und Befreiung“ organisiert werden.

„Diese Begeisterung berührt mich zutiefst. Ihr, und vor allem ihr jungen Leute, lebt Politik als gemeinsame Ideale, als soziales Engagement und als Zeugnis eines Lebens, das diesen Idealen entspricht. Gemeinsam denkt ihr nach, ihr kämpft, ihr hofft, ihr baut auf. Ihr seid die Hoffnung der Politik“, sagte Draghi.

Nach einer politischen Krise, die im Juli zum Rücktritt Draghis und zur Auflösung des Parlaments durch Staatspräsident Sergio Mattarella geführt hatte, sollen am 25. September vorgezogene Neuwahlen stattfinden.

Derzeit liegen die rechtsgerichteten Brüder Italiens unter Führung von Giorgia Meloni in den Umfragen vorn, dicht gefolgt von der Demokratischen Partei mit Enrico Letta. Es folgen die Lega mit Matteo Salvini und die Fünf-Sterne-Bewegung mit Giuseppe Conte.

Danach kommt Silvio Berlusconi und seine Partei Vorwärts Italien, gefolgt von der Koalition Aktion und Lebendiges Italien mit Carlo Calenda und Matteo Renzi.

„Wer auch immer gewählt wird, wird es verstehen, den republikanischen Geist zu bewahren“ und „wird in der Lage sein, die Schwierigkeiten zu überwinden, die heute unüberwindbar scheinen, so wie wir sie im letzten Jahr überwunden haben“, fügte Draghi hinzu.