Šef?ovi?: Einigung im Streit über CO2-Reform rückt näher
Die Europäische Union kommt im Streit über den Starttermin für die Reform des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten einem Kompromiss näher.
Die Europäische Union kommt im Streit über den Starttermin für die Reform des Handels mit CO2-Verschmutzungsrechten einem Kompromiss näher.
Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament stünden in der Sache kurz vor einer Einigung, sagte EU-Energiekommissar Maroš Šef?ovi? am Mittwoch in Brüssel. Die Kommission hatte 2021 als Beginn der Reform vorgeschlagen, die unter anderem von Polen, dessen Wirtschaft von Energie aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken abhängig ist, kritisch gesehen wird.
Einige Staaten wie Deutschland und Großbritannien pochen auf 2017 als Starttermin. Vor zwei Wochen konnte sich der Industrieausschuss im EU-Parlament auf keine gemeinsame Position einigen.
Der Handel mit CO2-Zertifikaten ist das wichtigste Instrument der EU zur Eindämmung des Treibhausgas-Ausstoßes. Unternehmen, die umweltfreundlich produzieren oder Strom erzeugen, können nicht benötigte zugeteilte Rechte über die Börse verkaufen. Wer mehr braucht, muss zusätzliche erwerben.
Wegen der Wirtschaftskrise sind seit Jahren zu viele Rechte auf dem Markt, und die Preise sind deutlich gesunken. So gibt es kaum einen Anreiz für Klimaschutz. Die EU will nun die Menge der Zertifikate verringern.