Erdogan: Kein Europäer wird mehr in Sicherheit die Straßen betreten können
Mit seiner neuesten Rede in Ankara erhitzt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Konflikt mit der EU weiter. Sie seien künftig nicht mehr sicher, warnt er die Europäer.
Mit seiner neuesten Rede in Ankara erhitzt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Konflikt mit der EU weiter. Sie seien künftig nicht mehr sicher, warnt er die Europäer.
In einer erneuten Verbalattacke hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Europäer gewarnt, sie seien künftig nicht mehr sicher. „Wenn Sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten können“, sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Rede in der türkischen Hauptstadt Ankara.
Der Präsident sagte nicht, wie seine Warnung konkret zu verstehen sei. Womöglich bezog er sich auf die Behandlung, die seiner Ansicht nach Muslimen und Türken in Europa zuteil wird.
Seit Wochen richten Erdogan und Minister seiner Regierung scharfe Angriffe gegen Deutschland und andere EU-Staaten, die unter anderem darin gipfelten, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) persönlich „Nazi-Methoden“ vorzuwerfen.
Anlass ist der Streit um die Verhinderung von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland, die für das von Erdogan geforderte Präsidialsystem in der Türkei werben wollten.
Die Türken sind am 16. April aufgerufen, in einem Referendum über die Verfassungsänderung abzustimmen, die Erdogans Macht deutlich ausbauen und die Befugnisse des Parlaments beschneiden würde. In Deutschland leben fast 1,5 Millionen stimmberechtigte Türken.