Erdogan will mit Angriffen in Syrien fortfahren

Turkish President Recep Tayyip Erdogan gives a speech
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einer Kundgebung. [Turkish Presidential Press Office/ epa]

Die türkischen Einsätze in Syrien gehen weiter: Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Wochenende zwei weitere Einsätze angekündigt.

Sie würden so lange fortgesetzt, “bis kein einziger Terrorist mehr übrig ist”, sagte der Staatschef am Sonntag bei einer Veranstaltung in Istanbul vor Tausenden Anhängern. Die Soldaten, die in der Region Afrin gekämpft hätten, seien für weitere Einsätze bereit. Wann und wo diese genau stattfinden sollte, verkündete er nicht.

Die Türkei geht in Nordsyrien gegen die Kurdenmiliz YPG vor, die sie als Terrorgruppe und Schwesterorganisation der verbotenen PKK einstuft. Die Offensive führt auch zu Spannungen mit dem Natopartner USA, weil die YPG dessen wichtigster Verbündeter beim Kampf gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien gewesen ist. Erdogan hatte gedroht, den Militäreinsatz auf die Region Manbidsch auszudehnen. Dort sind auch US-Soldaten stationiert.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nun aber, die Regierungen in Ankara und Washington hätten sich auf einen Zeitplan geeinigt, wonach die Aufständischen die Region verlassen werden. Einzelheiten würden noch mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo geklärt.