Estland: Präsidentschaftswahlen in der Schwebe [DE]

Keiner der Kandidaten erhielt im ersten Wahlgang im Parlament die erforderliche Mehrheit. Weitere Wahlgänge werden folgen.

Keiner der Kandidaten erhielt im ersten Wahlgang im Parlament die erforderliche Mehrheit. Weitere Wahlgänge werden folgen.

Im ersten Wahlgang am 28. August 2006 erzielte die Präsidentschaftskandidatin Ene Ergma, eine Professorin der Astrophysik, nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit. Am 29. August 2006 wird das Parlament in einem zweiten Wahlgang über Toomas Hendrik Ilves, einen in den USA ausgebildeten Diplomaten, abstimmen. Sollte das Parlament zu keiner Entscheidung gelangen, hat der derzeitige Präsident Arnold Rüütel seine Bereitschaft geäußert, eine zweite Amtszeit anzutreten. 

In Estland hat der Präsident geringe Kompetenzen. Er repräsentiert das Land nach Außen und ist oberster Befehlshaber des Militärs. Der Präsident ist, unabhängig von parteipolitischen Ränkespielen, um Ausgleich bemüht.