Estländische Gärtnereischule wächst dank EU-Hilfe

Die Räpina Gärtnereischule in Estland nutzte EU-Regionalfonds, um ihre Infrastruktur auszuweiten und ihre einzigartige Art der beruflichen Ausbildung zu verbessern. Dieser Erfolg machte es die mühsame Schreibarbeit wert. EURACTIV berichtet.

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Die Räpina Gärtnereischule in Estland nutzte EU-Regionalfonds, um ihre Infrastruktur auszuweiten und ihre einzigartige Art der beruflichen Ausbildung zu verbessern. Dieser Erfolg machte es die mühsame Schreibarbeit wert. EURACTIV berichtet.

Räpina beschreibt sich als die älteste und größte Berufsschule, die Themen der Hortikultur in Estland unterrichtet und bietet eine Reihe an traditionellen Kursen von Gärtnereistudien über Landschaftsentwurf, Floristik und Textilarbeit bis zu moderneren Kursen über den Schutz der natürlichen Ressourcen an.

Seit Estlands EU-Beitritt hat die Schule keine Zeit verschwendet, ihre Horizonte zu weiten und einer Reihe an europäischen Netzwerken beizutreten. Räpina nimmt nun einen Studenten aus dem EU-Leonardo-Programm pro Jahr auf, während seine eigenen Studenten Praktikagelegenheiten in acht EU-Ländern genießen.

Zusätzlich trat die Schule 2010 der Flornet Europäischen Wirtschaftsinteressengruppe (EEIG) bei, einem transnationalen Netzwerk von Floristikschulen und anderen Interessengruppen, deren Ziel es ist, Floristikausbildung in Europa zu verbessern.

Neue Schule, neue Standards

Während die Schule 1924 gegründet wurde, hat sie in den letzten Jahren Überholungen durchmacht, ein neues Treibhaus gebaut, Schlafquartiere und eine Kantine, sowie neues Landschaftsgerät und andere Technologie erworben und dadurch ihre Ausstattung massiv modernisiert.

Der Direktor der Schule Heino Luiga erklärte EURACTIV, dass die neue moderne Ausstattung gedeiht: das Treibhaus erlaubt es Studenten, praktisches Training mit modernen Geräten selbst in der Winterzeit auszuführen; die neuen Landschaftsgeräte haben neue Technologie und spezielle Fertigkeiten zu den Trainingsaktivitäten hinzu gebracht; der neue Schlafraum hat die Lebensumstände erheblich verbessert.

Im Allgemeinen sagt Luiga, hätten sich die Ausbildungsbedingungen der Schule bedeutsam verbessert, während die Motivation der Schüler und Lehrer gestiegen sei.

EU-Gelder hätten eine „sehr große Auswirkung“ auf diese Entwicklung gehabt. Der Direktor erklärte, diese Veränderungen seien nicht so schnell geschehen, hätte man sich allein auf estländische Hilfe verlassen.

Die Verfügbarkeit von EU-Geldern hat eine große und schnelle Veränderung in Estland gehabt und eine schnellere Entwicklung in einer Reihe an Sektoren ermöglicht. Der Beweis liegt in den Resultaten: Estland hat zurzeit eine der höchsten Raten unter den Mitgliedsstaaten (52,3 Prozent) bei der Nutzung der EU-Regionalgelder, die zur Verfügung stehen.

Zu viel Bürokratie führt zu niedrigeren Standards

Probleme und Verengungen bestehen mit EU-Fonds wie auch in anderen Mitgliedsstaaten weiterhin. In Räpinas Fall sagt der Direktor, dass es einfach „zu viel Schreibarbeit“ in der Bewerbung und Verwaltung der Finanzierung gegeben habe, was das Leben „sehr schwer“ für die Projektleiter gemacht habe.

Fundamentaler fühlt die Schule, dass es einen Bürokratieexzess gab, der es verhinderte, dass die bestmöglichen Standards in ihrer Renovation erreicht wurden. Zu viel Bürokratie – sowohl in estländischen als auch EU-Finanzierungsprozeduren – sei ein Hindernis dabei gewesen, die bestmöglichen öffentlichen Aufträge und nachfolgende maximale Qualität sicherzustellen, behauptet Luiga.

Dennoch geht Räpina voller Vertrauen in die Zukunft. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Projekt liege darin, das richtige Team früh einzusetzen, erklärten Projektleiter. Luiga behauptet, dass das Projekt von den Fehlern der anderen lernte und so alle richtigen Maßnahmen einbrachte, um sicherzustellen, dass die Schule dynamisch und nachhaltig bleibt, wenn EU-Fonds genutzt werden.

„Wir haben die Berechnungen gemacht und sind zuversichtlich, dass alles weiter gut gehen wird.“