EU-Lebensmittelbehörde befragt Mitgliedstaaten zu Risiken von Genpflanzen [DE]

In Übereinstimmung mit den Bemühungen der EU um mehr Transparenz, hat die EU-Lebensmittelbehörde EFSA eine Anhörung zu den Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen eingeleitet.

In Übereinstimmung mit den Bemühungen der EU um mehr Transparenz, hat die EU-Lebensmittelbehörde EFSA eine Anhörung zu den Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen eingeleitet.

Um die Vorwürfe mehrerer Mitgliedstaaten zu entkräften, sie gehe bei der Genehmigung neuer Genpflanzen nicht objektiv vor (siehe EURACTIV, 10, März 2006), hat die Kommission die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aufgefordert, enger mit den zuständigen wissenschaftlichen Gremien der Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten. Nach Auffassung der Mitgliedstaaten, die an dem Genehmigungsverfahren der EFSA Kritik geübt haben, habe EFSA Genprodukte zugelassen, ohne sie vorher eingehend geprüft zu haben. So wurde im Mai 2006, als EFSA sich mit GVO-Experten der Mitgliedstaaten traf, darüber beraten, wie die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten bezüglich der Risikobewertung gentechnisch veränderter Produkte verbessert werden könnte.

Die EFSA hat nun auch eine Anhörung zu  dem Umgang des Gremiums für gentechnisch veränderte Organismen  mit ‚Hybriden’ (Kreuzungen zwischen verschiedenen GVO-Pflanzen) eingeleitet, an der sämtliche interessierte Parteien teilnehmen können. Sie will damit auch für mehr Offenheit und Transparenz   sorgen.  

EFSA geht davon aus, dass vor allem die Mitgliedstaaten selbst sowie potentielle Antragssteller bis zum 10. September 2006 ihre Beiträge einsenden  werden.