EU streitet über Vorschlag zur Anwerbung ausländischer Arbeiter [DE]
Eine Reihe von Vorschlägen der Europäischen Kommission, die darauf abzielen die sich abzeichnende demographische Krise durch die Anwerbung von rund 20 Millionen zusätzlicher Arbeiter aus Nicht-EU-Ländern zu entschärfen, ist bei deutschen Politikern auf scharfe Kritik gestoßen. Sie sind der Meinung, dass es allein in Deutschland noch ausreichend ungenutzte Arbeitskräfte gebe.
Eine Reihe von Vorschlägen der Europäischen Kommission, die darauf abzielen die sich abzeichnende demographische Krise durch die Anwerbung von rund 20 Millionen zusätzlicher Arbeiter aus Nicht-EU-Ländern zu entschärfen, ist bei deutschen Politikern auf scharfe Kritik gestoßen. Sie sind der Meinung, dass es allein in Deutschland noch ausreichend ungenutzte Arbeitskräfte gebe.
Die Kommission schätzt, dass die EU in den kommenden 20 Jahren weitere 20 Millionen Immigranten, sowohl hochqualifizierte als auch ungelernte Arbeitskräfte, benötigen werde. Sie schlägt daher vor, dass Mitgliedstaaten nicht länger den Zugang von Ausländern behindern und stattdessen ihre Grenzen für regulierte, legale Immigration öffnen sollten.
Der Kommissar für Justiz, Franco Frattini, sagte, dass die EU vor allem lernen müsse, mit den USA zu konkurrieren, die es bisher vermögen, weltweit die meisten qualifizierten Arbeitskräfte zu gewinnen, wohingegen die Arbeitsimmigranten in der EU eher ungelernte Kräfte seien.
Die Kommission wird daher im Oktober 2007 ein Rechtspaket vorschlagen, dass folgendes enthält:
- eine Rahmenrichtlinie zu den Rechten legaler Einwanderer;
- eine Richtlinie zu hochqualifizierten Arbeitsimmigranten (Vorschlag der so genannten ‚Blue Card’/’Blaue Arbeitskarte‘);
- eine Richtlinie zu Saisonarbeitern;
- eine Richtlinie zu innerbetrieblichen Versetzungen, und;
- eine Richtlinie zu bezahlten Trainees.