EU und Russland rücken näher zusammen

EU und Russland wollen den außenpolitischen Dialog stärken.

epa06081827 Russian Foreign Minister Sergei Lavrov (L) and the EU High representative for foreign policy Federica Mogherini (R), deliver a press briefing at the end of their meeting in Brussels, Belgium, 11 July 2017. Lavrov is in Brussels for a two-day working visit to discuss the state and development prospects of bilateral cooperation and a number of global issues.  EPA/OLIVIER HOSLET
EU und Russland wollen den außenpolitischen Dialog stärken. [EPA/OLIVIER HOSLET]

Trotz anhaltender Differenzen über den Syrien-Konflikt sehen Russland und die Europäische Union die Möglichkeit, ihre außenpolitische Zusammenarbeit zu stärken.

Obwohl beide Seiten nicht bei allen Themen dieselben Positionen teilten, sei eine „Grundlage zur Kooperation“ zu erkennen, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nach einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Brüssel.

Es sei aus Sicht der EU „unerlässlich“, wo immer dies möglich sei, zusammenzuarbeiten, sagte Mogherini nach mehrstündigen Gesprächen mit Lawrow. Dabei ginge es neben dem Bürgerkrieg in Syrien auch um die Krise in Libyen, die Spannungen in der Golf-Region, den Friedensprozess im Nahen Osten und die Lage in Nordkorea und in der Ukraine. Einzelheiten dazu nannte die Außenbeauftragte nicht.

Differenzen zwischen Moskau und Brüssel wurden erneut zum Konflikt in Syrien deutlich. „Wir sind kein militärischer Akteur in Syrien“, sagte Mogherini. „Und wir sind stolz darauf, keiner zu sein“, fügte sie hinzu.

Lawrow wiederum sagte in Brüssel, es sei „höchste Zeit“, die humanitären Auswirkungen der Sanktionen der EU und der USA gegen die Führung in Damaskus zu betrachten. Im syrischen Bürgerkrieg ist Russland der wichtigste Verbündete von Machthaber Baschar al-Assad.