EU-Wahl: Finnische Premier Marin offenbar als Spitzenkandidatin im Gespräch
Berichten finnischer Medien zufolge erwägen die Sozialdemokraten im EU-Parlament (S&D), die finnische Premierministerin Sanna Marin als Spitzenkandidatin für die Europawahlen 2024 aufzustellen.
Berichten finnischer Medien zufolge erwägen die Sozialdemokraten im EU-Parlament (S&D), die finnische Premierministerin Sanna Marin als Spitzenkandidatin für die Europawahlen 2024 aufzustellen.
Marin würde damit für die Nachfolge Ursula von der Leyens als EU-Kommissionspräsidentin kandidieren.
Die Zeitung Maaseudun Tulevaisuus berichtete zuerst über Gerüchte, denen zufolge sich die S&D-Fraktion Marin als nächste EU-Kommissionspräsidentin vorstellen könnte. Die finnische Ministerpräsidentin gilt nach den kürzlich aufgedeckten Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit Katar, in die mehrere Politiker:innen der Parteiengruppe verwickelt waren, als unbefleckte Kandidatin.
Marins liberale Werte in Kombination mit einer harten Linie gegen Russland werden als eine vielversprechende Kombination angesehen, mit der sie die Unterstützung anderer parlamentarischer Fraktionen und sowohl der östlichen als auch der westlichen Mitgliedstaaten auf sich vereinen könnte.
„Im Parlament und in Brüssel im Allgemeinen gilt Marin als außergewöhnlicher politischer Superstar, der von Skandalen verschont bleibt und insbesondere wegen ihrer Äußerungen zur Ukraine auch über die Landesgrenzen hinaus beliebt ist“, hieß es aus S&D-nahen Kreisen in Brüssel gegenüber der Zeitung Maaseudun Tulevaisuus.
Während der nationale Wahlkampf in Finnland aktuell in die heiße Phase geht, hat sich Marin selbst bisher in keiner Weise zu dem Gerücht geäußert. Ob sie an einem Wechsel nach Brüssel interessiert wäre, wird sich erst nach den Wahlen am 2. April zeigen.