Europäische Investitionsbank startet neue Förderung für strategische Technologien
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am Freitag (21. Juni) ihre strategische Planung für bis 2027 veröffentlicht. Darin wird ein neues Programm zur "aktiven Beteiligung an den Industrieallianzen und -initiativen der Europäischen Kommission" vorgestellt.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am Freitag (21. Juni) ihre strategische Planung für bis 2027 veröffentlicht. Darin wird ein neues Programm zur „aktiven Beteiligung an den Industrieallianzen und -initiativen der Europäischen Kommission“ vorgestellt.
Innovationen in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), Chips, saubere Technologien und Biotechnologie gehören zu den obersten Prioritäten der EU-Staats- und Regierungschefs. Die EU kämpft darum, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit auf globaler Ebene zu erhalten.
Investitionen in kritische Rohstoffe wie Lithium und Kupfer, die für die Bewältigung des ökologischen und digitalen Wandels notwendig sind, stehen ebenfalls im Mittelpunkt des „Strategic Tech-EU Programme“.
Die Förderung von Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen soll bei 20 Milliarden Euro pro Jahr bleiben, wobei ein Mix aus verschiedenen Risikoprofilen vorgesehen ist.
„Deutlich mehr als 50 Prozent der Investitionen werden in die grüne Transformation fließen und mehr als 45 Prozent in die Kohäsionspolitik“, heißt es in der Agenda.
Die EIB werde auch ihre European Tech Champions Initiative (ETCI) ausweiten, „um privates Kapital für die Finanzierung innovativer Start-ups zu gewinnen“, so die Institution in einer Erklärung, die auf ein Mandat der Eurostaaten zurückgeht.
Die 2023 gestartete und vom Europäischen Investitionsfonds verwaltete Initiative zielt darauf ab, ein entscheidendes Problem im Technologiesektor der EU zu lösen: die Skalierung von Start-ups, um mit der Konkurrenz aus den USA und China konkurrieren zu können. Europäische Start-ups haben in der Anfangsphase ihrer Entwicklung einen ausreichenden Zugang zu Finanzmitteln, aber es fällt ihnen schwer, das nötige Geld zu finden, um wirklich zu expandieren.
Der ETCI verteilt Mittel an große Risikokapitalfonds, die diese dann als Wachstumsfinanzierung an Start-ups weitergeben, die expandieren wollen.
Der ETCI wurde ursprünglich mit 3,75 Milliarden Euro ausgestattet.
[Bearbeitet von Rajnish Singh/Kjeld Neubert]