Europäischer Luftraum teilweise gesperrt
Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol lässt wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans für Donnerstagnachmittag Teile des deutschen Luftraums schließen. Von 14 Uhr an beginne die Schließung über Belgien und den Niederlanden sowie über Teilen Deutschlands.
Die europäische Flugsicherungsbehörde Eurocontrol lässt wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans für Donnerstagnachmittag Teile des deutschen Luftraums schließen. Von 14 Uhr an beginne die Schließung über Belgien und den Niederlanden sowie über Teilen Deutschlands.
Welche Teile des deutschen Luftraums geschlossen werden, konnte die Behörde noch nicht genau sagen. Bis 15 Uhr solle es keine Flugbewegungen mehr geben.
Zuvor hatte die Aschewolke eines isländischen Vulkans bereits den Flugverkehr in Großbritannien komplett lahmgelegt. Von 12.00 bis mindestens 18.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) dürften keine Maschinen mehr über das Land fliegen, teilte die britische Flugüberwachung NATS auf ihrer Webseite mit. Ausnahmen gebe es nur in Notfällen.
Alle Londoner Flughäfen werden am Mittag geschlossen, darunter Heathrow, einer der wichtigsten Flughäfen der Welt und ein internationales Drehkreuz. Schon am Morgen hatten alle Flughäfen in Schottland dicht gemacht, zahlreiche Flüge an anderen Airports fielen aus. Der Billigflieger Ryanair strich von neun Uhr morgens an alle Flüge von und nach Großbritannien. Auch in den kommenden Tagen könnte es Behinderungen geben, hieß es.
Die Asche sei ein "erhebliches Sicherheitsrisiko" für die Maschinen, teilte die NATS mit. Meteorologen glauben, dass sich die Asche erst in ein paar Tagen auflösen könnte. Der Gletschervulkan Eyjafjalla war am Vortag ausgebrochen. Die Asche kann Düsentriebwerke beschädigen.
Auch in anderen Teilen Europas stört die Vulkanasche den Flugverkehr. Die Behörden in Norwegen schlossen am Donnerstagmorgen den kompletten Luftraum über dem Land. Gut 24 Stunden nach dem zweiten und massiven Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjalla im südlichen Island sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft SAS, dass die Verbote "schlimmstenfalls über mehrere Tage gelten können".
Grund für die Verbote ist Lavaasche, die aus dem Vulkan in eine Höhe von bis zu elf Kilometern ausgestoßen wurde und weiter ausgespuckt wird. Die Asche, die sich in östlicher und inzwischen zunehmend in südlicher Richtung ausbreitet, ist gefährlich für Düsentriebwerke.
red mit dpa