Europas Wissenshunger
Europäer interessieren sich für die Wissenschaft, fühlen sich über Fortschritte aber oft schlecht informiert.
Europäer interessieren sich für die Wissenschaft, fühlen sich über Fortschritte aber oft schlecht informiert.
Fast 80 Prozent der Europäer interessieren sich für aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung. Das geht aus der heute veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage zur Einstellung der Europäer zu Wissenschaft und Forschung hervor.
32 Prozent der befragten Deutschen halten sich für sehr interessiert an neuen wissenschaftlichen Entdeckungen und technologischen Entwicklungen, 51 für mittelmäßig und 17 Prozent für überhaupt nicht interessiert.
Allerdings scheint die Wissenschaftskommunikation verbesserungswürdig. Ihren Informationsstand zu Fortschritten in der Wissenschaft schätzen nur 10 Prozent der Deutschen als sehr gut und 54 Prozent als mäßig gut ein. Kaum informiert sehen sich 36 Prozent. 57 Prozent der befragten Europäer sind der Meinung, dass Wissenschaftler ihre Tätigkeiten verstärkt kommunizieren sollten.
Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, erklärte: "Die Umfrage hat ein sehr hohes Bewusstsein für die Bedeutung der Wissenschaften ergeben. Sie zeigt jedoch auch, dass Politiker ebenso wie Wissenschaftler ihre Tätigkeiten und die Gründe dafür besser erläutern sollten."
Für die Eurobarometer-Umfrage wurden Menschen in 32 europäischen Ländern persönlich befragt, um ihre Einstellungen zur Wissenschaft zu erheben und mögliche Unterschiede gegenüber 2005 festzustellen. Zwischen dem 29. Januar und dem 25. Februar 2010 nahmen daran insgesamt 31 243 Personen teil.
red.
Links
EU-Kommission: Europäer interessieren sich mehr für Wissenschaft als für Sport und wünschen sich eine verstärkte Förderung der EU-Forschung. Pressemitteilung (21. Juni 2010).
Eurobarometer: Science and Technology Report 2010 (21. Juni 2010)