Eurostat zur wirtschaftlichen Lage: Deutschland sorgt für Wachstum, Italien hinkt hinterher [DE]

Im ersten Quartal 2005 hat die deutsche Wirtschaft dank des starken Exports angezogen. Italien allerdings ist in eine Rezession geschlittert. Dies geht aus den jüngsten Schätzungen des EU-Statistikamts Eurostat zur wirtschaftlichen Lage in Europa hervor.

Im ersten Quartal 2005 hat die deutsche Wirtschaft dank des starken Exports angezogen. Italien allerdings ist in eine Rezession geschlittert. Dies geht aus den jüngsten Schätzungen des EU-Statistikamts Eurostat zur wirtschaftlichen Lage in Europa hervor.

In sowohl der Eurozone als auch in der gesamten EU-25 wuchs das Bruttoinlandsprodukt während des ersten Quartals 2005 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 0,5 %. Im Jahresvergleich stieg das BIP nach den am 12. Mai veröffentlichten Eurostat-Schätzungen um 1,4 % in der Eurozone und um 1,7 % in der EU-25 an. Die entsprechenden Zahlen im Vorquartal lagen bei 1,6 % beziehungsweise 1,9 %. 

Deutschland konnte im ersten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorquartal eine Wachstumsrate von 1,0 % verzeichnen. Dies stellt den kräftigsten Anstieg in vier Jahren dar. 

Im Gegensatz hierzu sank das Wachstum Italiens im ersten Quartal dieses Jahres um 0,5 %. Bereits im Vorquartal musste Italien einen Rückgang um 0,4 % hinnehmen. Die Niederlande und Finnland sind ebenfalls in eine Rezession gerutscht (mit 0,1 % beziehungsweise 0,2 %). 

Analysten weisen vor diesem Hintergrund darauf hin, dass die Wachstumsrate der Eurozone (0,5 %) im ersten Quartal 2005 im Vorgleich zum Vorquartal irreführend sei. Sie spiegele das starke Wachstum in Deutschland wider, überdecke jedoch das enttäuschende wirtschaftliche Abschneiden der anderen Eurozone-Länder. 

Die EU-Finanzminister und Zentralbanker leiten am 13. Mai ein zweitägiges Treffen ein.