Experten plädieren für Europäische Energieunion

Führende Ökonomen fordern eine stärkere Koordinierung der Energiepolitik in Europa. Derzeit sei die Zusammenarbeit in diesem Bereich auf EU-Ebene zu schwach, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des EEAG-Expertengremiums, dem auch Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn angehört.

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Führende Ökonomen fordern eine stärkere Koordinierung der Energiepolitik in Europa. Derzeit sei die Zusammenarbeit in diesem Bereich auf EU-Ebene zu schwach, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des EEAG-Expertengremiums, dem auch Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn angehört.

Die Argumente für eine Europäische Energieunion seien laut EEAG-Bericht derzeit stärker als in den 1980er und 1990er Jahren die Gründe für eine Europäische Währungsunion. So könnte ein gemeinsamer Energiemarkt mit einer einheitlichen Regulierung viele Vorteile bringen.

Je größer die Vielfalt beim Angebot von Energie sei und je mehr Alternativen es am Markt gebe, desto widerstandsfähiger sei die Energiewirtschaft gegenüber außergewöhnlichen Ereignissen. Deshalb müssten die nationalen Energiemärkte besser verzahnt werden, heißt es in dem Bericht.

Der Euro-Zone sagen die Forscher für das laufende Jahr ein Wachstum von 0,9 Prozent voraus. Damit dürfte die Wirtschaft im Vergleich zu 2014 ihr Tempo weitgehend halten.

Für Schwung sorgten der niedrige Ölpreis und der geringe Euro-Kurs, der die Exporte ankurbele. Zudem sollten die Reformen in den ehemaligen Euro-Krisenländern die Erholung unterstützen. In Deutschland zieht die Konjunktur laut EEAG in diesem Jahr um 1,5 Prozent an und damit ähnlich stark wie im Vorjahr.

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