Finanzminister befürworten Schaffung eines einheitlichen Zahlungsraums [DE]

Der Rat wird am 10. Oktober über den Rechtsrahmen, der bis 2010 einen gemeinsamen europäischen Markt für Zahlungsdienstleistungen schaffen soll, entscheiden. Ein Bericht kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass nicht alle Banken auf die Umsetzung der diesbezüglichen Vorschriften genügend vorbereitet sind. 

Der Rat wird am 10. Oktober über den Rechtsrahmen, der bis 2010 einen gemeinsamen europäischen Markt für Zahlungsdienstleistungen schaffen soll, entscheiden. Ein Bericht kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass nicht alle Banken auf die Umsetzung der diesbezüglichen Vorschriften genügend vorbereitet sind. 

Die europäischen Finanzminister werden voraussichtlich bei ihrem Treffen am 10. Oktober 2006 in Luxemburg ihre Unterstützung für die Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraums (SEPA) aussprechen. Ziel dieses Vorschlags ist es, „grenzüberschreitende Zahlungen [durch die Schaffung eines europaweiten Netzwerks] so einfach, billig und sicher zu machen wie Zahlungen innerhalb eines Mitgliedstaats“.

Die neue Richtlinie (mit dem Namen „Ein neuer Rechtsrahmen“) zielt darauf ab, einen effizienteren und wettbewerbsfähigeren Markt für Zahlungsdienstleistungen zu schaffen. Dies soll den Verbrauchern durch niedrigere Bankkosten zu Gute kommen (diese variieren derzeit zwischen 34 und 252 Euro jährlich). 

Marc Temmerman von Visa Europe sagte dem Fernsehsender Bloomberg, dies sei ein „starkes Signal“.

Die Frist für die Umsetzung des einheitlichen Zahlungsraums wurde von Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy für 2010 anberaumt – zu früh für einige Banken. 

Eine Studie von Logica CMG macht deutlich, dass im europäischen Bankensektor Unruhe aufgrund dieser Frist herrscht. Die Umsetzung der Vorschriften im Bereich der Kartenzahlungen ist bereits für 2008 vorgesehen. Die Banken sind der Auffassung, noch nicht ausreichend auf die erste Stufe vorbereitet zu sein. Dies heißt auch, dass sie die Möglichkeiten, die die Einführung von SEPA mit sich bringt, nicht nutzen können. 

Das Europäische Parlament wird voraussichtlich Ende Oktober 2006 über den neuen Rechtsrahmen abstimmen.