Finnische Unterstützung für EU seit Ukraine-Krieg gestiegen
Die Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft ist stark geblieben und hat seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine sogar noch zugenommen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Denkfabrik Finnish Business and Policy Forum (EVA) hervor.
Die Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft ist stark geblieben und hat seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine sogar noch zugenommen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Denkfabrik Finnish Business and Policy Forum (EVA) hervor.
Von den Befragten bewerteten 64 Prozent die Mitgliedschaft als positiv, 17 Prozent sahen sie negativ und 18 Prozent hatten keine Meinung.
Die Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft ist nach dem russischen Angriff auf die Ukraine auf ein Rekordhoch gestiegen und ist am höchsten unter Hochschulabsolventen und Personen im Alter zwischen 18 und 35 und über 65 Jahren.
Die EU-freundlichste Partei war die Schwedische Volkspartei (93 Prozent), gefolgt von den Grünen (88 Prozent), der SDP (88 Prozent) und der Nationalen Koalitionspartei (80 Prozent).
Bei den Anhängern der nationalistischen und populistischen Finnenpartei gab es eine etwas größere Veränderung. Im Parteiprogramm ist immer noch von „Fixit“ die Rede, und 57 Prozent ihrer Wähler lehnen die EU ab. Die Zahl derjenigen, die ihr positiv gegenüberstehen, ist jedoch auf 22 Prozent gestiegen.
Die meiste Kritik betrifft die Zahlungen. Nach Angaben des Finanzministeriums belaufen sich die Nettozahlungen Finnlands an die EU im Jahr 2021 auf 970 Millionen Euro, 175 Euro pro Einwohner. In einem Bericht von Akava Works aus dem Jahr 2019 wird jedoch geschätzt, dass das BIP pro Einwohner aufgrund der EU-Mitgliedschaft um 1,2 bis 1,7 Prozent gestiegen ist.
Die Kommission hat errechnet, dass die EU ihren Bürgern einen Nutzen von rund 2.000 Euro pro Jahr bringt.