Finnland "bereit" für größere Rolle beim Krisenmanagement in Afrika
Ein parteiübergreifender Parlamentsausschuss hat empfohlen, Finnland solle sein Engagement und seine Beteiligung an "Krisenmanagement-Operationen", insbesondere in Afrika, verstärken.
Ein parteiübergreifender Parlamentsausschuss hat empfohlen, Finnland solle sein Engagement und seine Beteiligung an „Krisenmanagement-Operationen“, insbesondere in Afrika, verstärken.
Der Bericht mit dem Titel „Effektives Krisenmanagement“, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, wurde gestern von einer deutlichen Mehrheit der Parteien im Parlament, einschließlich der nationalistischen Finnen-Partei, angenommen. In ihm werden Klimawandel, Bevölkerungswachstum, schlechte Regierungsführung, erzwungene Migration und Terrorismus als potenziell zunehmende Probleme genannt.
Für Finnland würde ein solcher Politikwechsel so etwas wie eine „Rückkehr in die Vergangenheit“ bedeuten: Einem Bericht des finnischen Rundfunks zufolge hatte das Land bis vor einigen Jahren etwa 2.000 Soldatinnen und Soldaten in Militärmissionen auf der ganzen Welt eingesetzt. Diese Zahl ist inzwischen auf 360 geschrumpft. Die meisten finnischen Militärangehörige seien dabei im Nahen Osten stationiert.
Im Verhältnis zu seiner Bevölkerung steht Finnland mit dieser Zahl jedoch an zweiter Stelle unter den EU-Ländern – unter anderem, da weitere 60 Fachleute des Landes derzeit an globalen zivilen Krisenmanagement-Operationen beteiligt sind.
Insgesamt führt die EU aktuell 17 zivile und militärische Krisenmanagementoperationen und -missionen durch. Acht davon sind in Afrika aktiv, während zwei Meeres-Operationen mit der jeweiligen Lage in Somalia und Libyen in Zusammenhang stehen.