Finnland fordert strengere Alkoholbestimmungen in der EU [DE]
Erst kürzlich hat die finnische Regierung ein Gesetz zur Einführung von Gesundheitswarnungen auf alkoholischen Getränken verabschiedet und unterstützt nun einen von der Kommission finanzierten Bericht, welcher die Einführung solcher Warnhinweise auf EU-Ebene empfiehlt.
Erst kürzlich hat die finnische Regierung ein Gesetz zur Einführung von Gesundheitswarnungen auf alkoholischen Getränken verabschiedet und unterstützt nun einen von der Kommission finanzierten Bericht, welcher die Einführung solcher Warnhinweise auf EU-Ebene empfiehlt.
Die Empfehlung des kürzlich erschienen Berichts „Alcohol in Europe“, alkoholische Produkte mit Gesundheitswarnungen zu versehen, werden von der finnischen Regierung unterstützt. In einem EURACTIV-Interview sprach Professor Pekka Puska, Generaldirektor des finnischen National Public Health Institute, über die bevorstehende finnische Ratspräsidentschaft und deren Absicht Gesundheitsthemen stärker in den Vordergrund zu rücken.
„Für uns ist Alkohol, in der Tat, ein wichtiges Thema. Der Alkoholkonsum und die Probleme haben zugenommen. Wir wollen, dass die EU und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr zum Thema Alkohol auf internationaler Ebene tun“, sagte, Puska.
Er fügte hinzu, dass die finnische Regierung bereits beschlossen habe, Warnungen auf alkoholischen Getränken einzuführen. In einer Pressemitteilung der Regierung heißt es, dass zusätzlich die Werbung für alkoholische Produkte, die Kinder und Jugendliche ansprechen könnten, eingeschränkt würde und eine Warnung über die Gefahren des Alkohols für ungeborene Kinder ebenfalls auf Flaschen gedruckt würde.
Ähnliche Entwicklungen sind in Frankreich zu sehen. Dort hat das französische Parlament kürzlich eine Gesetzesänderung angenommen, welche dazu verpflichtet alle in Frankreich verkauften alkoholischen Getränke mit einer Warnung über den Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zu versehen. Flaschen müssen, neben der Kennzeichnung des Alkoholgehalts, mit einem Bild/ Silhouette einer schwangeren Frau versehen werden sowie einem Text, welcher darüber informiert, dass auch kleinere Mengen Alkohol bereits schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Kindes haben können. Die Leitlinien sollen im Juni 2006 veröffentlicht werden und noch in diesem Jahr in Kraft treten.
Um das vollständige Interview mit Proffessor Puska lesen zu können, klicken Sie bitte hier.