Forschungsnetz: Unbeschaltete Glasfaserkabel ermöglichen superschnelle Datenübertragung [DE]

Am 14. Juni 2005 hat die Kommission das europäische Forschungsnetz GÉANT2 lanciert.

Am 14. Juni 2005 hat die Kommission das europäische Forschungsnetz GÉANT2 lanciert.

Das Forschungsnetz verwendet unbeschaltete Glasfaserkabel (‚dark fibre’), die die Datenübertragung mit beispielloser Geschwindigkeit ermöglicht. 3 Millionen Anwender an mehr als 3500 akademischen Einrichtungen aus 34 Ländern sind Teil des neuen Forschungsnetzes.

GÉANT2 kann High-Tech-Geräte, etwa Radioteleskope, weltweit vernetzen. Um Engpässe bei einem zentralen IP-Router zu vermeiden und die Möglichkeiten von GÉANT2 voll auszuschöpfen, arbeitet das Forschungsnetz im Gegensatz zum alten GÉANT-Netz, welches 2001 ins Leben gerufen worden war, mit Point-to-Point-Verbindungen (P2P), die den Aufbau virtueller Subnetze ermöglichen. Daten können nunmehr mit einer Geschwindigkeit von 320 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Dies bedeutet, dass die Übertragung von Daten, die auf acht DVD gespeichert sind, innerhalb von einer Sekunde vonstatten gehen kann.

Die EU hat mit 93 Millionen Euro zu dem Projekt beigetragen, was  knapp 50 % der Gesamtkosten von GÉANT2 entspricht. Der übrige Teil wird von nationalen Einrichtungen getragen.