Frankreichs Republikaner: Kein Geld für Parlamentswahlkampf übrig

Die Partei "Les Républicains" hat kein Geld mehr, um den Wahlkampf für die französischen Parlamentswahlen im Juni zu finanzieren und ruft nun zu Spenden auf, wie der Schatzmeister der rechtsgerichteten Partei am Dienstag mitteilte.

EURACTIV.fr
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Dieses Geld hat sich nun in Luft aufgelöst, als Pécresse mit nur 4,78 Prozent die 5-Prozent-Hürde für Wahlkampfkostenerstattungen verfehlt hat, sodass die Partei nicht auf die ursprünglich erhofften 7 Millionen Euro zugreifen kann. [[EPA-EFE/ADNAN FARZAT]]

Die Partei „Les Républicains“ hat kein Geld mehr, um den Wahlkampf für die französischen Parlamentswahlen im Juni zu finanzieren und ruft nun zu Spenden auf, wie der Schatzmeister der Mitte-Rechts-Partei am Dienstag (12. April) mitteilte.

Der Konkurs stehe der Partei wohl nicht bevor, sagte Daniel Fasquelle, Schatzmeister von Les Républicains, in einem Interview mit der Wochenzeitung Le Journal du Dimanche. Allerdings sei es derzeit nicht möglich, den Wahlkampf für die Parlamentswahlen im Juni zu finanzieren, fügte er hinzu.

Acht Millionen Euro, darunter drei Millionen Euro, die ursprünglich für die Unterstützung der Parlamentskandidat:innen vorgesehen waren, wurden bereits freigegeben, um die Kampagne der Präsidentschaftskandidatin der Partei, Valérie Pécresse, zu ermölichen, so der Schatzmeister.

Dieses Geld hat sich nun in Luft aufgelöst, nachdem Pécresse mit nur 4,78 Prozent der Stimmen die 5-Prozent-Hürde für Wahlkampfkostenerstattungen verfehlt hat, sodass die Partei nicht auf die ursprünglich erhofften sieben Millionen Euro zugreifen kann.

Um die Kandidat:innen für die Parlamentswahlen zu unterstützen, erklärte Fasquelle, er wolle sich auf drei Einnahmequellen konzentrieren: Einen „Sparplan“ für das Parteibudget 2022, die Nutzung der Ressourcen der Ortsverbände und „einen Spendenaufruf.“

Da „die Priorität darin besteht, den am Montag von Valérie Pécresse gestarteten Spendenaufruf zu verbreiten“, wird der Anruf der Partei erst nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen (24. April) erfolgen, so der Schatzmeister. Die Präsidentschaftskandidatin von Les Républicains hat persönlich Schulden in Höhe von fünf Millionen Euro für ihre Wahlkampfkampagne aufgenommen.