Gaymard wird französischer Finanzminister

Das Budgetdefizit Frankreichs dürfte eine der größten Herausforderungen für Hervé Gaymard darstellen. In dieser Frage sind Frankreich und die Kommission auf Kollisionskurs.

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Das Budgetdefizit Frankreichs dürfte eine der
größten Herausforderungen für Hervé
Gaymard darstellen. In dieser Frage sind Frankreich und die
Kommission auf Kollisionskurs.

Loyalität hat sich für Hervé
Gaymard gelohnt. Der neue französische
Wirtschafts- und Finanzminister, der gestern die
Nachfolge des scheidenden Nicolas Sarkozy antrat, ist ein
treuer Protegé von Präsident Chirac –
so treu, dass 
Le Monde

ihn auch das „Baby von Chirac“ nennt.

Gaymard hat während des Wahlkampfs 1995 von
Jacques Chirac eine zentrale Rolle gespielt und ihm so
zum Wahlsieg verholfen. Man kann daher davon
ausgehen, dass das Verhältnis zwischen Chirac und
Gaymard harmonischer sein wird, als die Beziehung des
Präsidenten zu dem dynamischen Sarkozy.

Der 44jährige ‚Enarque‘ [ehemaliger
Schüler der französischen Eliteschule für
öffentliche Verwaltung ‚Ecole National
d’Administration] legt sein Amt als
Landwirtschaftsminister nieder und wird sich nun einer
der größten Herausforderungen des
französischen Finanzministeriums widmen müssen
– dem Haushaltsdefizit. Aufgrund der Tatsache, dass
Frankreich bereits mehrmals gegen die 3-Prozent-Schwelle
des öffentlichen Defizits verstoßen hat,
befindet das Land sich auf Kollisionskurs mit dem
EU-Stabilitäts- und
Wachstumspakt.