Geheimdienstleck Beweis für Existenz von CIA-Geheimgefängnissen in Europa? [DE]
Der Verdacht, der CIA habe in Rumänien geheime Gefängnisse betrieben, hat sich durch ein in der Schweiz abgefangenes Fax des ägyptischen Außenministeriums erhärtet.
Der Verdacht, der CIA habe in Rumänien geheime Gefängnisse betrieben, hat sich durch ein in der Schweiz abgefangenes Fax des ägyptischen Außenministeriums erhärtet.
Die seit November 2005 bestehenden Behauptungen über angebliche CIA-Geheimgefängnisse in osteuropäischen Ländern sind von einer Meldung der Schweizer Zeitung Sonntagsblick (8. Januar 2006) scheinbar bekräftigt worden.
Der Zeitungsartikel basiert auf einem Fax des ägyptischen Außenministeriums an die ägyptische Botschaft in London, das vom Schweizer Geheimdienst abgefangen wurde. Dem Geheimdienstbericht zufolge stehe in dem Fax, dass „tatsächlich 23 irakische und afghanische Bürger auf dem Stützpunkt Mihail Kogalniceanu in der Nähe der (rumänischen; Anm. d. Red.) Stadt Constanza am Schwarzen Meer verhört wurden“. Und weiter: „Ähnliche Verhörzentren gibt es in der Ukraine, im Kosovo, in Mazedonien und Bulgarien“.
Rumänien hat die Existenz derartiger Gefängnisse wiederholt bestritten. Sollten sich die Behauptungen doch als wahr herausstellen, wäre dies eine schlechte Nachricht für Rumänien, das der EU im Januar 2007 beitreten soll.
Der Europarat hat bereits eine Untersuchung eingeleitet. Ermittler Dick Marty hat eine Kopie des Dokuments erhalten und wird die Untersuchungsergebnisse noch im Januar veröffentlichen.