Griechenland, Albanien und Kosovo entsenden Rettungsteams in die Türkei

Die Regierungen Griechenlands, Albaniens und des Kosovo haben schockiert auf die Serie starker Erdbeben reagiert, die die Türkei am Sonntag und Montag erschüttert haben, und haben Hilfe vor Ort zugesagt.

/ Euractiv.com / exit.al
Aftermath of 7.0-magnitude earthquake, in Turkey
Griechenland hat mit C-130-Flugzeugen eine Rettungsmission entsandt, die eine Gruppe von 21 Feuerwehrleuten mit zwei Rettungshunden und einem speziellen Rettungsfahrzeug umfasste. [EPA-EFE/ERDEM SAHIN]

Die Regierungen Griechenlands, Albaniens und des Kosovo haben schockiert auf die Serie starker Erdbeben reagiert, welche die Türkei am Sonntag und Montag erschüttert haben, und haben schnelle Hilfe zugesagt.

Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala erschütterte in der Nacht zum Sonntag den Süden der Türkei und Nordsyrien. Bereits um die 3.000 Menschen sollen seitdem ums Leben gekommen sein. Damit war es das stärkste Beben in der Türkei seit 1939, als etwa 30 000 Menschen getötet wurden.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis telefonierte mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und sprach ihm sein Beileid aus.

Griechenland hat mit C-130-Flugzeugen eine Rettungsmission entsandt, die eine Gruppe von 21 Feuerwehrleuten mit zwei Rettungshunden und einem speziellen Rettungsfahrzeug umfasste.

Griechische Medien berichteten, dass die beiden Länder selbst vor dem Hintergrund der Spannungen aufgrund des Seestreits in der Ägäis stets Solidarität gezeigt haben, wenn es um Naturkatastrophen ging.

Der albanische Premierminister Edi Rama kündigte seinerseits an, dass am Montag eine solidarische Rettungsmission in das betroffene Gebiet aufbrechen werde, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen.

„Die Nachricht von dem verheerenden Erdbeben, das heute Morgen Teile der Türkei und Syriens erschüttert hat, macht uns zutiefst traurig. Unser tiefes Beileid gilt den vielen Familien, die ihr Leben verloren haben, und wir wünschen den Verletzten eine rasche Genesung. Eine solidarische Rettungsmission wird heute in die Türkei aufbrechen“, schreibt Rama.

Auch Außenministerin Olta Xhacka reagierte und bot die notwendige Hilfe an.

„Unsere Herzen und unsere Gebete sind bei den Opfern des tragischen Erdbebens, das heute in der Türkei und Syrien hunderte Opfer gefordert hat. In dieser schweren Stunde sind wir bereit, die Türkei auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen“, schrieb sie auf Twitter.

Ankara zeigte sich zuletzt auch nach dem Erdbeben in Albanien 2019 und in Griechenland 1999 solidarisch mit den beiden Ländern.

Im Jahr 2019 wurde Durres, 35 Kilometer von der Hauptstadt Tirana entfernt, von einem Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben und Tausende wurden obdachlos, da Wohnhäuser einstürzten oder irreparabel beschädigt wurden. Die Türkei reagierte mit umfangreichen Hilfslieferungen, baute ganze Stadtteile neu und errichtete ein neues Krankenhaus im Zentrum und im Süden des Landes.

Im Kosovo genehmigte Präsident Vjosa Osmani die Ausreise von Sicherheitskräften in das Land, um lebenswichtige Hilfe zu leisten.

„Mein Mitgefühl gilt allen von dem verheerenden Erdbeben in der Türkei betroffenen Gemeinden. Mein tiefes Beileid für all die Menschen, die ihr Leben verloren haben, und mein Wunsch für eine rasche Genesung aller Betroffenen. Volle Solidarität mit den Menschen in der Türkei. Das Kosovo ist bereit, die notwendige Unterstützung zu leisten, auch durch die KSF“, twitterte sie auf Englisch und Türkisch.

Die albanischen, kosovarischen und griechischen Teams schlossen sich den Teams aus Kroatien, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Malta, den Niederlanden, Polen und Rumänien an, die laut einer Erklärung der Europäischen Kommission ebenfalls Hilfe schicken.