Griechenlands Linke: Erste Kandidatin für Tsipras-Nachfolge stellt sich vor

Die ehemalige Ministerin Efi Achtsioglou wird am Mittwoch ihre Kandidatur für die Nachfolge von Alexis Tsipras an der Spitze der linken Oppositionspartei Syriza bekannt geben, berichten griechische Medien.

Euractiv.com
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Achtsioglou ist Juristin und gehört seit 2019 dem Parlament an. Unter der linksgerichteten Regierung Tsipras war sie Ministerin für Arbeit, Sozialversicherung und soziale Solidarität. [EPA-EFE/ALEXANDROS VLACHOS]

Die ehemalige Ministerin Efi Achtsioglou wird am Mittwoch ihre Kandidatur für die Nachfolge von Alexis Tsipras an der Spitze der linken Oppositionspartei Syriza bekannt geben, berichten griechische Medien.

Achtsioglou ist Juristin und gehört seit 2019 dem Parlament an. Unter der linksgerichteten Regierung von Tsipras war sie Ministerin für Arbeit, Sozialversicherung und soziale Solidarität.

Syriza unterlag in der zweiten Runde der griechischen Wahlen im Juni deutlich der konservativen Partei Neue Demokratie (EVP) und erhielt 48 Sitze im 300-köpfigen Parlament, was zum Rücktritt von Tsipras führte.

Lokalen Medien zufolge hat sie gute Chancen auf den Parteivorsitz, da sie als Tsipras-nah gilt – der die Partei im Wesentlichen kontrolliert – und die Unterstützung der internen Opposition unter Führung des ehemaligen Finanzministers Euklid Tsakalotos genießt.

Damit ist die Sache allerdings noch nicht vorbei, da Tsakalotos unmittelbar nachdem Achtsioglou ihr Interesse an einer Kandidatur geäußert hatte, der Presse seine Absicht, ins Wahlrennen einzutreten, mitteilte.

Seit Tsipras‘ Rücktritt befindet sich die Partei in internem Aufruhr. Das gilt besonders für den Zeitplan für die Wahl des neuen Parteivorsitzenden im Vorfeld der anstehenden Regional- und Kommunalwahlen im Herbst.

Die Diskussion hat ergeben, dass der neue Vorsitzende Anfang September gewählt werden soll.

Eine große Frage, die Syriza beantworten muss, ist jedoch die ideologische Ausrichtung der Partei.

Derzeit gibt es eine Spaltung zwischen denjenigen, die eine „linke“ Wende vorschlagen, während andere einen bescheideneren Ansatz befürworten, der eine Öffnung zur linken Mitte vorsieht.